Jeder zwölfte Erstklässler ist übergewichtig

Alfred Domke
Fast jedes zwölfte Schulkind bei Einschulung übergewichtig
Untersuchungen zufolge nehmen Kleinkinder oft zu viele Kalorien und Proteine zu sich. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass Kinder häufig zu dick sind, wenn sie mit der Schule beginnen. Gesundheitsexperten raten insbesondere zu mehr Bewegung, um dem Problem Übergewicht bei Kindern zu begegnen.

Viele Kinder sind zu dick
Zwar sind Kinder heute im allgemeinen gesünder als vor zehn Jahren, doch noch immer sind viele zu dick. So ist fast jedes zwölfte Kind in Bayern bei seiner Einschulung übergewichtig. 3,3 Prozent der Kinder in dem Alter leidet sogar an Adipositas (Fettleibigkeit). Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) anlässlich des 7. Bamberger Tags des Sports mit.

Fast jedes zwölfte Kind in Bayern ist bei seiner Einschulung zu dick. Über drei Prozent der Erstklässler sind sogar adipös. (Bild: Maya Kruchancova/fotolia.com)
Fast jedes zwölfte Kind in Bayern ist bei seiner Einschulung zu dick. Über drei Prozent der Erstklässler sind sogar adipös. (Bild: Maya Kruchancova/fotolia.com)

Aus Bewegungsmangel resultierendes Übergewicht
„In den letzten Jahren stagnieren diese Zahlen – das bedeutet, dass wir auf einem guten Weg sind!“, erklärte die Politikerin laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa. Zusammen mit dem „Bündnis für Prävention“ aus 100 bayerischen Einrichtungen, Verbänden und Organisationen setzt sich die Ministerin für eine gesunde Lebensweise ein.

„Denn viele Erkrankungen hängen mit Bewegungsmangel und dem daraus resultierenden Übergewicht zusammen“, erläuterte Huml, die selbst Ärztin ist.

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Als Beispiel führte die Gesundheitsministerin den Typ-2-Diabetes an, der immer mehr jüngere Menschen betreffe. Laut Experten ist Bewegung für betroffene Kinder besonders wichtig.

Volkskrankheiten kann in vielen Fällen vorgebeugt werden
„Volkskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann in vielen Fällen wirksam vorgebeugt werden“ sagte Huml zum Start des „Bündnis für Prävention“ im vergangenen Jahr. Mit dem Präventionsplan sollen Menschen „in ihrer Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Lebensweise“ unterstützt werden.

„Wichtig ist mir, dass wir ein besonderes Augenmerk haben auf jene Mädchen und Jungen, die unter schwierigen sozialen Bedingungen aufwachsen. Denn soziale Benachteiligung bedeutet sehr häufig auch eine Benachteiligung in den Gesundheitschancen“, so die Ministerin.

Mehr Bewegung für Kinder
Gesundheitsexperten versuchen seit Jahren, dem Problem der Zunahme von Übergewicht – speziell bei jüngeren Menschen – entgegenzuwirken. Neben einer Ernährungsumstellung, die mit weniger Fett und Zucker auskommen soll, empfehlen die meisten Fachleute mehr Sport für Kinder, um Adipositas vorzubeugen. (ad)