Junge Frau will mit ätherischen Ölen sich entspannen – und verbrennt sich ihr Gesicht

Alfred Domke
Aromatherapie endet schmerzhaft: Junge Frau verbrennt sich ihr Gesicht
Einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge kann man mit einer Aromatherapie Schmerzen lindern. Allerdings kann eine solche Behandlung auch Schmerzen verursachen, wie eine junge Frau aus Großbritannien erfahren musste. Sie hat sich mit ätherischen Ölen das Gesicht verbrannt und warnt nun andere vor der potentiellen Gefahr.

Entspannen mit Aromatherapie
Zwar kann eine Aromatherapie auch gegen Krankheiten helfen, doch meist werden die ätherischen Öle zum Entspannen genutzt. Auch die 24-jährige Emily Smith aus dem englischen Brighton wollte dies tun – und zwar mithilfe eines elektrischen Diffusor, der in der Wohnung den Duft von Patschuli- und anderen Ölen verbreitete. Doch dann kam es zu einem dramatischen Unfall.

Eine junge Frau aus England, die mit ätherischen Ölen entspannen wollte, hat sich durch die Öle starke Verbrennungen im Gesicht zugezogen. Nun warnt sie andere vor den Gefahren. (Bild: Floydine/fotolia.com)

Ätherische Öle können Verbrennungen verursachen
Dass eine Aromatherapie auch schmerzhaft enden kann, haben schon so manche Menschen erleben müssen.

So berichtete Elise Nguyen Anfang des Jahres auf Facebook, dass ätherische Öle auch zu starken Verbrennungen führen können.

Ihren Angaben zufolge hatte sie sich vor ihrer „Hot-Yoga“-Stunde ein wenig ätherisches Zitronenöl auf ihren Hals und ihre Handgelenke aufgetragen, die Warnung: „Von Sonnenlicht oder UV-Licht bis zu zwölf Stunden nach dem Auftragen fernhalten“ aber nicht beachtet und sich unters Solarium gelegt.

„Ich zog mir Verbrennungen zweiten und dritten Grades zu“, so Nguyen, die damals andere warnen wollte.

Zerstäuber sprühte Öl ins Gesicht
Der Britin Emily Smith waren solche Warnungen zwar bekannt, sie bedachte aber offenbar nicht alle Risiken.

Wie sie in ihrem Facebook-Post schreibt, hatte sie zahlreiche Artikel gelesen, die betonten wie sinnvoll Diffusoren zum entspannen, meditieren und wegen der „heilende Eigenschaften“ sind, doch „keinen einzigen über mögliche Gefahren“.

Als sie den Öl-Zerstäuber eines Abends nach Betrieb ausschalten wollte, geriet sie versehentlich mit dem Gesicht in den Sprühregen.

Nach ihren eigenen Angaben wusste sie, dass ätherische Öle direkt auf die Haut zu bekommen, riskant sein kann, dass aber auch das verdampfte „verdünnte“ Öl vom Diffusor gefährlich werden kann, sei ihr nicht bewusst gewesen.

Vermeidbarer Vorfall
Als sie ein paar Stunden später in ihrem Gesicht ein starkes Brennen wahrnahm, kühlte sie es erst zehn und dann weitere zwanzig Minuten in kaltem Wasser.

Doch es wurde schlimmer. Es bildeten sich starke Rötungen und Brandblasen. Auf Anraten des Notrufes schmierte sie sich Vaseline ins Gesicht.

Schließlich können bei leichten Verbrennungen oft Hausmittel wie Aloe vera oder kühlende Salben helfen.

Doch bei der jungen Frau verschlimmerten sich die Schmerzen, so dass sie sich schließlich in ein Krankenhaus begab.

Die Ärzte dort diagnostizierten Verätzungen durch das Öl des Zerstäubers. Auch ihre Augen waren betroffen. Im Nachhinein wurde ihr klar, dass sie das Öl beim Kühlen nicht abgewaschen, sondern das Problem durch das Verteilen sogar noch vergrößert hatte.

Nun warnt sie auf Facebook vor den Gefahren ätherischer Öle: „Ich habe großes Glück, dass ich überhaupt sehen kann, und ich bin froh, dass die Verbrennung nicht schlimmer war, aber ich habe bleibende Augenverletzungen erlitten und werde möglicherweise lebenslang Narben haben“, so die 24-Jährige.

„Ein lebensverändernder Vorfall, der vermeidbar war.“ (ad)