Junge benötigt 250.000 Euro für Krebs-Therapie

Alfred Domke

Spendenaktion für kleinen Jungen: 250.000 Euro für Krebs-Therapie

19.04.2014

Da es für den kleinen Danylo in seiner Heimat Ukraine keine Hilfe gibt, ist seine Mutter mit ihm nach Deutschland gekommen. Der 20 Monate alte Junge ist an einem sogenannten Neuroblastom erkrankt. Dieser bösartige Tumor hat bereits Metastasen gebildet. Für die 250.000 Euro teure Behandlung wird nun zu Spenden aufgerufen.

In seiner Heimat der Ukraine gibt es für den kleinen Jungen keine Hilfe
An Silvester vergangenen Jahres ist Julia Shkurka mit ihrem Sohn Danylo in ihrem Heimatland der Ukraine das erste Mal ins Krankenhaus gefahren. Die Ärzte dort vermuteten zuerst einen Magen-Darm-Infekt, bevor sie die richtige Diagnose stellten. Der 20 Monate alte Junge ist an einem sogenannten Neuroblastom erkrankt. Der bösartige Tumor sitzt im Nervengewebe an beiden Seiten der Wirbelsäule und hat auch schon Metastasen gebildet. Da die Mediziner in der Ukraine keine Möglichkeit sahen, den kleinen Patienten zu behandeln, brachte ihn seine Mutter nach Deutschland und fand im Düsseldorfer Uniklinikum Hilfe.

250.000 Euro für die lebensrettende Therapie
Zusammen mit seiner Mutter wurde Danylo Ende März in der Düsseldorfer Klinik aufgenommen. Dort wollen die Ärzte den Jungen nun mit einer Hochdosis-Chemotherapie und einer Stammzellentransplantation retten. Allerdings ist die Behandlung teuer: 250.000 Euro soll die lebensrettende Therapie kosten. Der stellvertretende Direktor der Klinik für Kinder-Onkologie, -Hämatologie und Klinische Immunologie, Professor Roland Meisel erklärte: „Bei einer Hochdosis-Therapie ist die Chemo so stark, dass das gesamte Knochenmark dabei zerstört wird. Weil das akut lebensbedrohlich ist, werden dem Patienten vorher eigene Blutstammzellen entnommen, die nach der Therapie dann wieder eingesetzt werden.“ Dieses aufwendige Verfahren zur Entnahme und Aufbewahrung der Zellen treibt dabei die Kosten der Therapie in die Höhe.

Kosten für die Familie unbezahlbar
Die Kosten, die für die kleine Familie unbezahlbar sind, werden jedoch nicht von der Versicherung übernommen, da der Junge aus keinem EU-Land kommt. Deshalb will die Kinderklinik die Therapie durch Spenden finanzieren. „EU-Länder haben oft ein Abkommen, dass Krankenkassen Behandlungen, die das eigene Land nicht anbietet, übernehmen. Aber die Ukraine ist ja nicht Mitglied der EU“, erläuterte Meisel. Der Arzt ist sich sicher, dass Danylo eine realistische Chance hat, komplett gesund zu werden, wenn er die Therapie machen kann. „Ansonsten stirbt diese Kind.“ Wer für den kleinen Danlyo spenden möchte, kann sich an die Elterninitiative Kinderkrebsklinik unter der Telefonnummer 0211/279998 wenden.

Eltern sind hoffnungsvoll
Ohne die herkömmliche Chemotherapie, die bereits begonnen hat, wäre Danylo eventuell nicht mehr am Leben. Doch diese „normale“ Therapie könne den fortgeschrittenen Krebs nicht zerstören. „Da der Tumor sehr tief in seinem Körper sitzt, zeigten sich die Symptome der bereits fortgeschrittenen Erkrankung erst spät“, so Meisel. Danylos Vater Stanislas konnte nicht mit nach Düsseldorf reisen, da er Geld für die Behandlung verdienen muss. Er und seine Frau Julia sind hoffnungsvoll und so sagte Danylos Mutter: „Ich bin davon überzeugt, dass die Behandlung einschlagen wird und extrem dankbar für die Hilfe, die wir hier bekommen.“ Auch die Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ ruft zu Spenden auf. Wer für die Therapie des kleinen Jungen spenden will, kann dies unter dem Stichwort „Danlyo“ tun: Spendenkonto: Ein Herz für Kinder, Deutsche Bank Hamburg, Kontonummer 0676767, Bankleitzahl 20070024. (ad)

Advertising