Junge will Ebola-infizierten US-Arztes retten

Heilpraxisnet

Lebensretter: Junge will Leben des Ebola-infizierten US-Arztes retten

04.08.2014

Seit Monaten wütet in Westafrika eine gefährliche Ebola-Epidemie. Zahlreiche Organisation haben sich auf den Weg in die betroffenen Länder gemacht, um zu helfen. Für eine von ihnen arbeitet Kent Brantly, der sich dabei selbst infiziert hat. Ein 14-jähriger Junge aus Liberia will nun dem US-Arzt das Leben retten, nachdem dieser ihm selbst das Leben rettete.

Arzt infizierte sich bei seinem Engagement in Westafrika
Seit Monaten grassiert in mehreren Ländern Westafrikas eine gefährliche Ebola-Epidemie. Offiziellen Angaben zufolge hat die Infektionskrankheit bereits mindestens 729 Menschenleben gefordert, rund 1.300 Menschen sollen infiziert sein. Zahlreiche internationale Organisationen haben sich auf den Weg nach Afrika gemacht, um zu helfen. Für eine von ihnen, Samaritan´s Purse, arbeitet der US-amerikanische Arzt Kent Brantly, der sich bei seinem Engagement selbst infiziert hat. Der Mediziner zeigte nun wahrhaft menschliche Größe, als er laut Angaben seiner Hilfsorganisation, ein für ihn gedachtes Serum abgelehnt hat, damit es einer Kollegin zur Verfügung steht. Gleichzeitig versuchte ein 14-jähriger Junge aus Liberia dem Arzt das Leben zu retten, der ihm selbst das Leben gerettet hatte.

Patient lehnt Medikament zugunsten seiner Kollegin ab
Laut einer Meldung der Schweizer Nachrichtenagentur SDA war Bradly am Samstag mit einem Spezialflugzeug in Atlanta eingetroffen. Danach sollte die mit einer Isolationskammer ausgerüstete Gulfstream seine Kollegin Nancy Writebol, eine Krankenschwester, nach Hause holen. Für den Arzt war ein Serum eingeflogen worden, welches allerdings noch in der Erprobung ist – und von dem es nur eine Dosis gab. Seiner Hilfsorganisation zufolge hatte der 33-Jährige das Mittel jedoch abgelehnt, damit Writebol es bekommen konnte.

14-jähriger Junge aus Liberia will Arzt das Leben retten
Wie es in der Meldung heißt, bekam Brantly dafür Hilfe von einem jungen Menschen, dem er geholfen hatte. Demnach hatte ein 14-järiger Junge aus Liberia dank der Hilfe des US-Arztes Ebola überlebt. Mit der Hoffnung auf Antikörper, die seinem Körper beim Kampf gegen das Virus helfen könnten, bekam Brantly nun Blut von dem Kind gespritzt. Der Leiter der Hilfsorganisation, Franklin Graham erklärte: „Der Junge und seine Familie wollten helfen, das Leben des Arztes zu retten.“

Infizierter Arzt „scheint sich zu erholen“
Der Leiter der US Gesundheitsbehörde „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC), Tom Frieden, sagte, Brantly „scheint sich zu erholen“. Der Arzt wird in der Universitätsklinik Emory betreut und dabei strikt abgeschottet. Frieden teilte mit, dass er hoffe, dass der Zustand Brantlys sich „weiter verbessert“. Ebola sei eine „beängstigende Krankheit, weil sie so tödlich ist“. Die ebenfalls infizierte US-Krankenschwester Nancy Writebol soll Angaben ihrer christlichen Hilfsorganisation Samaritan’s Purse zufolge in einigen Tagen in die USA ausgeflogen und in Emory behandelt werden.

Viele andere Helfer erlagen der Krankheit
Auch viele andere Ärzte und Krankenschwestern haben sich bei ihrer Arbeit in Westafrika angesteckt, der Großteil von ihnen überlebte dies nicht. So war etwa vor wenigen Wochen ein ugandischer Arzt in Liberia gestorben und auch einer der führenden Mediziner des John F. Kennedy Medical Center in Monrovia erlag der Krankheit. Für internationales Aufsehen sorgte die Meldung: „Ebola-Top-Virologe aus Sierra Leone ist tot“. Demnach verstarb der in seiner Heimat als „Nationalheld“ titulierte Arzt und Top-Virologe Sheik Umar Khan an Ebola, nachdem er zuvor mehr als 100 Infizierte behandelt und sich dabei offenbar angesteckt hatte. (ad)

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