Kampf gegen Hautkrebs: UV-Index soll in Wetterberichte

Fabian Peters
Deutsche Krebshilfe fordert UV-Index für Wetterberichte
Die Deutsche Krebshilfe fordert, dass während der warmen Jahreszeit in Wetterberichten auf die Stärke der UV-Strahlung hingewiesen werden soll. Eine höhere UV-Strahlung vergrößert die Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen und dieser wiederum erhöht das Hautkrebs-Risiko.

Im Wetterbericht soll über UV-Index berichtet werden
Im Kampf gegen Hautkrebs hat die Deutsche Krebshilfe gefordert, während der warmen Jahreszeit in Wetterberichten auf die Stärke der UV-Strahlung hinzuweisen. Die Bürger könnten auf diese Weise dafür sensibilisiert werden, „dass im Sommer auch bei bewölktem Himmel durchaus eine hohe UV-Strahlungsintensität vorliegen kann“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Krebshilfe, Gerd Nettekoven, gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Von April bis September solle der UV-Index fester Bestandteil aller Wetterberichte sein.

Dem Wetterbericht sollen nach Vorstellungen der Hautärzte künftig ein UV-Licht-Index beigefügt werden. (Bild: the_builder/fotolia.com)
Dem Wetterbericht sollen nach Vorstellungen der Hautärzte künftig ein UV-Licht-Index beigefügt werden. (Bild: the_builder/fotolia.com)

Hautkrebs-Risiko durch Sonnenbrand
Durch eine höhere UV-Strahlung wird das Risiko erhöht, einen Sonnenbrand zu bekommen. Und der wiederum lässt das Hautkrebsrisiko steigen. Jeder einzelne Sonnenbrand wird auf dem eigenen Hautkonto addiert. Laut Nettekoven achten die Deutschen „immer noch zu wenig auf grundlegenden UV-Schutz“, vor allem in der Freizeit und im Urlaub. Daher seien Sonnenbrände keine Seltenheit. Insbesondere bei jungen Leuten sei dies besorgniserregend, da das spätere Hautkrebsrisiko bereits in der Kindheit und Jugend entscheidend beeinflusst werde. Gesundheitsexperten weisen daher immer wieder darauf hin, dass man sich von klein auf vor der Sonne schützen muss. Schon der richtige Sonnenschutz für Babys  ist wichtig.

Bräune gilt als Schönheitsideal
Nettekoven verwies in der NOZ zudem darauf, dass Bräune leider bei vielen Menschen nach wie vor als ein Schönheitsideal oder gar als Indikator für Gesundheit gelte. „Diese Einschätzung ist allerdings falsch“, so der Chef der Deutschen Krebshilfe. Auch Dermatologen haben in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass Bräune nie gesund ist.  In Deutschland gehört Hautkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Laut dem Bericht geht die Deutsche Krebshilfe davon aus, dass allein in diesem Jahr 264.000 Menschen neu an Hautkrebs erkranken werden, davon über 30.000 am gefährlichen Malignen Melanom. (ad)