Karneval: Lebensgefahr durch Komasaufen

Warnung vor den Gesundheitsgefahren durch sogenanntes Komasaufen. Bild: RioPatuca Images - fotolia
Sebastian
Kunst kontra Komasaufen: Gegen übermäßigen Alkoholkonsum beim Karneval
Zwar wird schon seit längerem über den positiven Trend berichtet, demzufolge es immer weniger jugendliche Komasäufer gibt, doch zum Karneval beziehungsweise Fasching neigen so manche Teenager zu übermäßigem Alkoholkonsum. Gesundheitsexperten warnen davor, sich sinnlos zu betrinken. Mit einer kreativen Aktion wird auf die Gefahren aufmerksam gemacht.
Vor allem an Karneval wird viel getrunken
Zur Karnevals- beziehungsweise Faschings-Zeit wird von Experten verstärkt auf mögliche gesundheitliche Gefahren hingewiesen und erläutert, was man vorbeugend unternehmen kann. So thematisierte etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in der Vergangenheit, dass man an Karneval fett essen und sich warm anziehen soll. Ersteres soll eine Maßnahme sein, die dazu führt, dass Alkohol langsamer ins Blut gelangt. Besser wäre natürlich, den Konsum von Bier, Wein oder Schnaps allgemein gering zu halten. Dies gilt vor allem für Heranwachsende.

Warnung vor den Gesundheitsgefahren durch sogenanntes Komasaufen. Bild: RioPatuca Images - fotolia
Warnung vor den Gesundheitsgefahren durch sogenanntes Komasaufen. Bild: RioPatuca Images – fotolia

Jugendliche vorm sinnlosen Betrinken gewarnt
Die Sozialministerin des Saarlandes, Monika Bachmann, hat mit Blick auf die bevorstehenden närrischen Tage Jugendliche davor gewarnt, sich sinnlos zu betrinken. Wie die CDU-Politikerin laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa am Montag zur Vorstellung der Aktion „Bunt statt Blau“ der Krankenkasse DAK sagte, bleibe das „Komasaufen“ ein Problem unter Jugendlichen: „Jedes Kind und jeder Jugendliche mit Alkoholvergiftung ist einer zu viel.“ Im kleinsten deutschen Flächenland ist die Zahl der Komasäufer 2014 gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent gestiegen. Laut Statistischem Bundesamt wurden im Saarland 431 Betroffene im Alter von zehn bis 19 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert. Im Bundesdurchschnitt gab es dagegen einen Rückgang von rund vier Prozent auf 22.391 (2014).

„Bunt statt blau“
Auch in Baden-Württemberg ging die Zahl der Betroffenen leicht zurück. Den Angaben zufolge kamen 2014 dort 2.953 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Experten fordern dennoch weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Auch in dem südwestdeutschen Bundesland will die Landesregierung mit der Krankenkasse DAK mit dem Plakatwettbewerb „Bunt statt blau“ über die Gefahren des „uncoolen“ Rauschtrinkens aufklären. Bei dem Wettbewerb werden Schüler kreativ gegen Komasaufen, indem sie Plakate gestalten.

Über 70000 Schüler haben sich an Aktion beteiligt
„Gerade Heranwachsende riskieren durch den Alkohol körperliche und seelische Schäden, die sie ein Leben lang begleiten können“, erklärte der Schirmherr der Aktion, Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einer weiteren Meldung der dpa. Und der DAK-Landeschef Markus Saur sagte: „Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen.“ Die Aktion findet nach Angaben der Organisatoren in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Seit 2010 haben demnach bundesweit über 72.500 Schüler mitgemacht. (ad)

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