Keine Einfuhr von Lebensmitteln aus Ägypten

Astrid Goldmayer

Keine Lebensmittel aus Ägypten nach Deutschland mitbringen

27.03.2012

Die Maul- und Klauenseuche grassiert derzeit verstärkt in Ägypten. Die Bundestierärztekammer ruft deshalb Reisende dazu auf, keine tierischen Lebensmittel aus Ägypten mitzubringen. Die Seuche gilt als besonders heimtückisch, da sich das Virus auch über Kleidung, Fahrzeuge oder Lebensmittel tierischer Herkunft wie Milch, Fleisch oder Rohwürste verbreitet.

Mehr zum Thema:

Maul- und Klauenseuche sehr ansteckend
Das Landwirtschaftsministerium in Kairo betont, dass vor allem Büffel, Rinder und kleine Wiederkäuer im Nildelta betroffen sind. Zudem trete die Maul- und Klauenseuche auch in Dörfern weiter südlich entlang des Nils auf. Das Virus sei besonders ansteckend, betonen Experten. Zwar ist es für Menschen ungefährlich, jedoch führt die Krankheit für Rinder, Schweine, Schafe und Wildtiere über starke Schmerzen zum Tod. In Großbritannien mussten nach einem Ausbruch der Krankheit 2001 sechs Millionen Tiere unter schlimmen Bedingungen getötet werden, berichtet die Bundestierärztekammer.

Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr sollten Touristen unbedingt vermeiden, Lebensmittel tierischer Herkunft aus Ägypten mitzubringen. Ebenso sollte auf Souvenirs wie Hörner und Felle verzichtet werden. Zudem sollten Ägypten-Urlauber nach ihrer Rückkehr keine landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland aufsuchen.

„Alle großen und kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Hobbyhalter in Deutschland müssen ihre Tierbestände vor einer Infektion mit diesem Virus bestmöglich schützen. Darum sollten jetzt besonders Touristen, die in der Landwirtschaft oder Tierhaltung arbeiten, achtsam sein und im Ägypten-Urlaub den Kontakt mit Rindern, Schafen oder Ziegen vermeiden. Tierhalter in Deutschland sollten verstärkt darauf achten, dass nur zugangsberechtigte Personen in ihre Tierbestände gehen und Regeln der Hygiene eingehalten werden, wie es allgemein üblich ist. So sind die Tiere bestmöglich vor Infektionen geschützt“, erklärt Professor Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. (ag)

Bild: Petra Dirscherl / pixelio.de