Keine Goji-Beeren bei Vitamin-K-Antagonisten

Heilpraxisnet

Wechselwirkung: Vitamin-K-Antagonisten und Goji-Beeren

03.04.2013

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) macht in seiner neuesten Ausgabe des Bulletin zur Arzneimittelsicherheit auf mögliche Interaktionen zwischen Vitamin-K-Antagonisten und Goji-Beeren aufmerksam. Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon (z.B. Marcumar®) und Warfarin (z.B. Coumadin®) sind weit verbreitet. Sie werden zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt.

Die Einstellung auf diese Arzneimittel bzw. Wirkstoffe muss für jeden Patienten individuell erfolgen und wird grundsätzlich durch zahlreiche mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sowie mit Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln erschwert, wie das BfArM feststellt. Die Behandlung erfordert daher eine regelmäßige Überwachung der Gerinnungsneigung des Blutes.

Wechselwirkung mit Goji-Beeren
Nun wurden weitere Wechselwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Goji-Beeren berichtet. Bei Patienten, die Vitamin-K-Antagonisten nahmen, traten nach dem Konsum von Goji-Beeren erhöhte INR-Werte und Blutungen auf. Daher rät das BfArM Patienten, die Vitamin-K-Antagonisten einnehmen, Goji-Beeren zu vermeiden. Die Beeren finden Verwendung in der chinesischen Küche sowie in der traditionellen chinesischen Medizin. (pm)

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Bild: Sara Hegewald / pixelio.de