Kinderkleidung enthält oft Schadstoffe

Sebastian

Vorsicht bei Kinderkleidung die kein TÜV Siegel enthalten. Zahlreiche Erzeugnisse können chemische Zusatzstoffe enthalten die Allergien auslösen können. Naturheilkunde Experten setzen jedoch auf Bio-Kleidung ohne chemische Schadstoffe.

(29.06.2010) Kinderkleidung enthält häufig chemische Stoffe, die Allergien und böse Hautreizungen auslösen können. Achten Eltern lieber auf den Preis, so nehmen sie eine gesundheitliche Gefährdung der Kinder in Kauf. Doch wie kann man prüfen, ob die Kinderkleidung Stoffe enthält, die die Gesundheit der Kinder belasten könnten. Hierzu gibt der TÜV Rheinland einen einfachen und sinnvollen Hinweis. Eltern sollten auf das TÜV Siegel "Toxproof" achten – dieses Siegel garantiere, dass die Belastung der Schadstoffe im unteren Bereich der gesetzlichen Vorgaben liege. Auch für Lederbekeidung gibt es ein TÜV-Zeichen namens "SG-Zeichen" (SG = schadstoffgeprüft). Wie der TÜV mitteilte, enthalten die geprüften Waren beispielsweise keine krebserregenden Stoffe. Nach dem Kauf empfehlen die Experten, die Kleidung zunächst heiß zu waschen, bevor diese erstmalige getragen wird.

Eltern sollten lieber auf Bio-Kleidung setzen.
Heilpraxisnet.de empfielt jedoch Kleidungen zu verwenden, die über keinerlei Schadstoff-Zusätze verfügen. Umweltschützer, Wissenschaftler und Naturheilkunde-Experten warnen schon seit längerer Zeit davor, dass die Schadstoffrichtlinien bei Kleidung, Lebensmitteln und anderen Produkten oftmals nicht eingehalten werden oder die Höchstewerte bei weitem zu niedrig angesetzt sind. Der Vorteil bei Bio-Kleidung: Bio-geprüfte Kleidung enthält keine künstlichen Fasern, sondern zu 100 Prozent natürliche Stoffe.

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Doch findet man eine solche schadstofffreie Kleidung? Bio-Kleider findet man in zahlreichen Bioläden. In Deutschland existieren mittlerweile schon weit über einhundert spezialisierte Bioläden für Kinderbekleidung. Der Anbau der Rohstoffe muss ohne Pestizidbehandlung erfolgen. Die meist verwendeten Stoffe für "Bio-Kleidung" sind Baumwolle, Hanf, Jute, Bambusfasern und Kork. Biokleidung ist aus biologisch verträglichem Anbau, frei von Giften und chemischen Färbemitteln. Zudem wird bei der Herstellung der Kleidung darauf geachtet, dass die Arbeiter einen fairen Lohn erhalten und unter Umweltgerechten Arbeitsbedingungen leben. Das schützt nicht nur die Gesundheit der Kinder, sondern auch die Gesundheit der Arbeiter auf den Feldern und deren Familien. (sb)