Kleine Chilis sind nur gelegentlich schärfer als große

Fabian Peters
Rund 1.000 verschiedene Chili-Sorten in unterschiedlicher Schärfe erhältlich
Die Faustregel „Je kleiner die Chili, desto schärfer ist sie“ gilt nicht immer. Denn unter den rund 1.000 Chilisorten auf dem Markt, gibt es viele Ausnahmen. Die Schärfe wird durch die Menge des sekundären Pflanzenstoffs Capsaicin bestimmt.

Capsaicin ist für de Schärfe der Chili verantwortlich
Wie viel Capsaicin in einer Chili steckt, ist unter anderem abhängig von der Sorte, dem Klima, der Bodenbeschaffenheit und der Bewässerung. Die Schärfe nimmt innerhalb der Frucht vom Fruchtansatz bis zur Spitze ab, wie die Vereinigung Slow Food Deutschland in ihrem Magazin hin (Ausgabe 03/2015) berichtet. Um eine Chili etwas milder zu machen, können die Scheidewände mit den Kernen herausgeschnitten werden, da darin das meiste Capsaicin enthalten ist.

Red hot chili pepper isolated on a white background
Die Größe einer Chili ist nicht entscheidend für ihre Schärfe. Bild: Tim UR/fotolia.com

Capsaicin in Chilis sind gesund
Capsaicin ist nicht nur für die Schärfe verantwortlich, der sekundäre Pflanzenstoff gilt auch als gesundheitsfördernd. So wirkt er entspannend und durchblutungsfördernd. Als Salbe oder Öl aufgetragen wirkt Capsaicin wie ein Wärmepflaster. Auch bei Gelenk- und rheumatischen Beschwerden wird der Chili-Extrakt eingesetzt. Darüber hinaus soll Capsaicin schmerzlindernd wirken, die Verdauung ankurbeln und bei Erkältungen das Durchatmen erleichtern. (ag)