Kleines Gehirn durch zu wenig Fitness

Bwegungsmangel im mittleren Lebensalter verstärkt den Abbau des Hirnvolumens im Alter. (Bild: leumassh/fotolia.com)
Alfred Domke

Runter vom Sofa: Bewegungsmuffel haben kleinere Gehirne
Regelmäßige Bewegung ist gesund: Man kann dadurch verschiedenen Erkrankungen vorbeugen und sein Gewicht reduzieren. Außerdem hält Sport das Gehirn jung, wie Studien zeigten. Vor allem in jüngeren Jahren ist es nach neueren Untersuchungen wichtig, den inneren Schweinehund zu überwinden und für Ausdauer zu sorgen.

Bewegung ist gesund und hält das Gehirn jung
Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist Bewegungsmangel tödlicher als Übergewicht. So hatten Forscher der Universität Cambridge im vergangenen Jahr im Fachmagazin „American Journal of Clinical Excerise“ berichtet, dass Menschen, die körperlich inaktiv sind, ein doppelt so hohes Risiko für einen frühzeitigen Tod wie Fettleibige haben. Anderen Wissenschaftlern zufolge reichen schon 15 Minuten Bewegung am Tag, um die Lebenserwartung zu steigern. Doch damit nicht genug: Körperliche Fitness führt auch dazu, das Gehirn in Form zu halten. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher aus den USA in einer Untersuchung.

Bwegungsmangel im mittleren Lebensalter verstärkt den Abbau des Hirnvolumens im Alter. (Bild: leumassh/fotolia.com)
Bwegungsmangel im mittleren Lebensalter verstärkt den Abbau des Hirnvolumens im Alter. (Bild: leumassh/fotolia.com)

Kleineres Gehirnvolumen im Alter
Wissenschaftler der Boston University School of Medicine haben nachgewiesen, dass mangelnde Fitness in jüngeren Jahren im Alter mit einem kleineren Gehirnvolumen einhergeht. Dies wiederum deute auf eine schnellere Hirnalterung hin, heißt es im Fachjournal „Neurology“. Das Team um Nicole Spartano untersuchte für ihre Studie die Ausdauer von insgesamt 1.583 gesunden Männern und Frauen über zwei Jahrzehnte hinweg. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer lag bei 40 Jahren. Außerdem erstellten sie mittels Magnetresonanztomographie (MRT) zu Beginn und Ende Hirnscans der Probanden.

Couch-Potatoes: Runter vom Sofa
Bei der Auswertung der Daten und Bilder stellten die Wissenschaftler fest, dass je schlechter die Ausdauer der Teilnehmer war, desto geringer war auch ihr Gehirnvolumen zwei Dekaden später. Der Zusammenhang war umso ausgeprägter, je schneller der Blutdruck und die Herzfrequenz bei körperlicher Belastung stiegen. Der Einfluss, den Sport auf unser wichtigstes Organ hat, stand schon öfter im Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Bereits vor Jahren berichteten Forscher der Universität Pittsburgh darüber, dass Bewegung die Gehirnleistung verbessern kann. Gründe also genug, um sich vom Sofa zu erheben und regelmäßig zu trainieren.(ad)

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