Studie: Walnüsse können das Darmkrebs-Wachstum verlangsamen

Fabian Peters
Studie: Walnuss-Verzehr könnte das Wachstum von Darmkrebstumoren hemmen
Der Verzehr von einer Handvoll Walnüsse am Tag könnte das Wachstum von Darmkrebszellen verlangsamen. Das berichten US-amerikanische Forscher der Harvard Medical School. Demnach könnten Omega-3-Fettsäuren dabei eine wichtige Rolle spielen.

Verlangsamen pflanzliche Omega-3-Fettsäuren in Walnüssen das Tumorwachstum?
Dr. Christos Mantzoros von der Harvard Medical School und sein Team haben untersucht, welchen Einfluss eine walnussreiche Ernährung auf Darmkrebszellen bei Mäusen hat. Dabei stellten sie fest, dass die Tumore der Tiere, die viel Omega-3-Fettsäuren enthielten, wesentlich kleiner waren, als die ohne tägliche Nussration. Nur die Mäuse der „Nussgruppe“ erhielten täglich 60 Gramm Walnüsse ergänzend zu ihrem Futter, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind. „Unsere Forschung zeigt, dass die Mäuse der Walnuss-Gruppe erhebliche Veränderungen des Darmkrebsgewebe aufzeigten“, zitiert die Agentur „Cover Media“ Mantzoros. Die Tumore der Mäuse, die regelmäßig Walnüsse fraßen, enthielten etwa zehnmal so viel Omega-3-Fettsäuren wie die Tumore der Tiere ohne zusätzliche Nussmahlzeit.

Dried walnuts with leaves
Können Walnüsse das Wachstum von Darmkrebstumoren verlangsamen? Bild: Dionisvera/fotolia.com

Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren (?-Linolensäure, „ALA“) wirken unter anderem entzündungshemmend. Den Forschern zufolge haben ALA einen positiven Effekt auf die Mikro-Ribonukleinsäuren (miRNA), die wiederum an Entzündungsprozessen in den Krebszellen, der Gefäßbildung (Blutversorgung) und dem Wachstum beteiligt sind. ALA könnten demnach eine Verringerung der Entzündungen der Darmkrebszellen sowie der Blutzufuhr zu den Tumoren bewirken, was deren Wachstum hemmt.

Verzehr von Walnüssen fördert die Gesundheit
„Unsere Forschung zeigt, dass ein Walnuss-Diät zu erheblichen Veränderungen im Expressionsprofil von miRNAs in lokalisiertem kolorektalen Krebsgewebe führt, und dass eine Walnuss-Diät schützende Fettsäuren in den Dickdarmtumor einbaut, entweder über ihre direkten Effekte oder durch additive oder synergetische Effekte von mehreren anderen Verbindungen, die in Walnüssen enthalten sind“, erklärte Dr. Mantzoros gegenüber der California Walnut Commission. Ob die Forschungsergebnisse auch auf den Menschen übertragbar sind, muss in weiteren Studien untersucht werden.

Bereits seit Jahren beschäftigt sich die Forschung mit den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen von Walnüssen. So sollen sie auch die Herzgesundheit dank ihrer Aminosäure L-Arginin fördern. Sie sind zudem reich an Antioxidantien, die vor verschiedenen Erkrankungen schützen sollen. (ag)

/span>