Körperliche Aktivität: Sport beugt Brustkrebs vor und unterstützt die Behandlungen

Alfred Domke

Bewegung und Sport zur Vorbeugung und Therapie von Brustkrebs

Wer regelmäßig Sport treibt, hält seinen Körper fit, beugt Übergewicht vor und stärkt das Immunsystem. Doch Bewegung und körperliche Aktivitäten gehen mit noch mehr gesundheitlichen Vorteilen einher. Unter anderem kann dadurch das Brustkrebsrisiko reduziert werden.

Brustkrebsrisiko durch Sport um bis zu 30 Prozent senken

„Laut Hochrechnungen des Robert Koch-Instituts in Berlin erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 65.500 Frauen neu an Brustkrebs“, schreibt die Deutsche Krebshilfe in einer Mitteilung. Durch regelmäßige Bewegung kann das Brustkrebsrisiko laut Experten jedoch um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Und auch wenn Frauen erkranken, sollen sie körperlich aktiv bleiben. Das Training hilft Brustkrebs-Patientinnen bei der Therapie.

Regelmäßige Bewegung trägt dazu bei, dass das Brustkrebsrisiko gesenkt wird. Zudem hilft Sport Krebspatientinnen bei der Therapie. (Bild: ARochau/fotolia.com)

Aktives Leben verhindert Krebs-Erkrankungen

Es ist schon länger bekannt, dass ein aktives Leben Krebs-Erkrankungen verhindern kann. Auch das Brustkrebsrisiko kann durch Sport gesenkt werden.

„Frauen, die regelmäßig Sport treiben, senken ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um durchschnittlich 20 bis 30 Prozent“, erläutert Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe in einer Mitteilung der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH).

„Wenn dennoch Krebs auftritt, haben Patientinnen, die vor ihrer Erkrankung regelmäßig Sport getrieben haben, wahrscheinlich ein geringeres Rückfallrisiko“, so der Fachmann.

Patientinnen sollten körperlich aktiv sein

Auch in der Therapie einer Brustkrebserkrankung spielen körperliche Aktivität und Bewegung heute eine wichtige Rolle.

So hilft Sport gegen die Nebenwirkungen einer Chemo- oder Hormon-Therapie.

„Außerdem wirkt Sport stimmungsaufhellend und hilft gegen das bei Krebs häufig auftretende Fatigue-Syndrom – einem Gefühl von anhaltender Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit“, erklärt die FSH-Bundesvorsitzende Dr. Sylvia Brathuhn.

Die FSH bietet daher in vielen der mehr als 300 Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland Betroffenen unterschiedliche Möglichkeiten an, körperlich aktiv zu sein. In diesen Gruppen besteht zudem die Möglichkeit sich mit anderen betroffenen Frauen auszutauschen. (ad)