Kohlenmonoxid-Vergiftung: 13 Verletzte

Heilpraxisnet

Defekte Gastherme: 13 Verletzte durch Kohlenmonoxid-Vergiftung

29.12.2014

In Wuppertal ist am Wochenende aus einer defekten Gastherme Kohlenmonoxid ausgetreten. 13 Menschen, unter ihnen mehrere Kinder, mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Einige von ihnen werden in einer Druckkammer behandelt. Durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen kommt es auch immer wieder zu Todesfällen.

Schlecht oder gar nicht gewartete Gastherme
Am Sonntag haben sich in Wuppertal 13 Menschen mit Kohlendioxid aus einer Gastherme vergiftet und mussten ins Krankenhaus. Wie aus Medienberichten hervorgeht, wurden sieben von ihnen, darunter sechs Kinder, im Anschluss in eine Spezialklinik nach Aachen verlegt. Sie werden in einer Druckkammer behandelt. Angaben der Polizei zufolge war eine schlecht oder gar nicht gewartete Gastherme in dem Mehrfamilienhaus die Ursache des Unglücks. Kohlenmonoxid (CO) ist ein hochgiftiges Gas, das gerade, weil es farb- und geruchlos ist, extrem gefährlich ist. Es kommt immer wieder zu Todesfällen durch Kohlenmonoxid, wenn es aus Gasthermen oder Kaminen unbemerkt in die Wohnung strömt oder Menschen in Innenräumen mit offenem Feuer hantieren.

Gesundheitsgefahren durch Kohlenmonoxid
Kohlenmonoxid kann bereits in geringen Konzentrationen von 200 Teilchen pro einer Million Luftmolekülen (ppm) zu Kopfschmerzen führen. Bei höheren Konzentration drohen zudem Beschwerden wie Herzrasen, Halluzinationen, Schwindel, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen oder Ohnmacht. Nicht nur durch defekte Gasthermen oder Holzpellet-Heizungen kann eine Kohlenmonoxid-Vergiftung drohen, sondern auch beim Grillen, wenn die giftigen Gase in die Wohnung gelangen. Und auch beim Rauchen wird Kohlenmonoxid inhaliert und erhöht zusammen mit der Aufnahme von Teer, Nikotin und anderen Schadstoffen das Risiko für Krebserkrankungen im Bereich des Rachens und Kehlkopfs, der Speiseröhre und der Lunge. Des Weiteren kann CO die Innenhaut der Blutgefäße schädigen und dadurch Arterienverkalkung fördern. (ad)

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Bild: Marlies Schwarzin / pixelio.de