Kopfschmerzen, Sehstörungen, Augendruck: Wenn Bildschirme den Kopf überlasten

Ständige Bildschirm-Arbeit überlastet den Kopf. Bild: pressmaster - fotolia
Sebastian
Digitale Überanstrengung für die Augen durch technische Geräte
In der heutigen Zeit verbringen Menschen oft viele Stunden vor dem Computer. Wie wirkt es sich eigentlich auf unsere Augen aus, wenn wir jeden Tag lange Zeit auf einen oder mehrere Monitore starren?
Oft sitzen Angestellte in Büros, den gesamten Arbeitstag vor dem Computer. Sicherlich haben Computer unseren Alltag und unsere Arbeit enorm erleichtert aber welche gesundheitlichen Auswirkungen hat es, wenn wir stundenlang auf einen oder gar mehrere Monitore starren. Eine aktuelle Umfrage des „The Vision Council“ sollte nun helfen, diese Fragen zu beantworten.

Ständige Bildschirm-Arbeit überlastet den Kopf. Bild: pressmaster - fotolia
Ständige Bildschirm-Arbeit überlastet den Kopf. Bild: pressmaster – fotolia

65 Prozent der Befragten litten unter körperlichen Beschwerden durch digitale Belastung
Computer werden sowohl privat, als auch beruflich viel genutzt. Es gibt kaum noch Menschen, die in ihrer Freizeit oder bei ihrem Job nichts mit Computern zu tun haben. So nutzen fast 90 Prozent der Amerikaner ihre Geräte für mindestens zwei Stunden am Tag. Außerdem verwendet eine wachsende Zahl von Personen (etwa 70%) sogar mehrere Bildschirme auf einmal. Wie wirkt sich dieses Verhalten auf unsere Augen aus? Bei einer Umfrage mit mehr als 10.000 Teilnehmern wurde festgestellt, dass etwa 65 Prozent der Amerikaner unter körperlichen Beschwerden litten, die durch die digitale Belastung der Augen ausgelöst wurden. Durch das stundenlange Starren auf Bildschirme bekommen viele der Betroffenen beispielsweise trockene, gereizte Augen oder Kopf- und Nackenschmerzen.

Mehrere Bildschirme steigern die digitale Überanstrengung deutlich
Personen die nur einen Monitor verwenden, würde es besser ergehen, als Menschen die gleichzeitig mehrere Bildschirme nutzen, erläuterten die Mediziner. Nur etwa 53 Prozent der Befragten mit einem Monitor, litten unter den Symptomen der digitalen Überanstrengung ihrer Augen. Wurden mehrere Monitore genutzt, lag der Wert bei 75 Prozent. Die Belastung der Augen ist ein Problem, vor allem für Menschen in den Zwanzigern. Diese wiesen die höchsten Werte von digitaler Überanstrengung auf (73 Prozent). Heutzutage würden viele Menschen mehrere Bildschirme oder verschiedene Geräte gleichzeitig nutzen, sagte Dr. Justin Bazan, ein Augenarzt und medizinischer Berater von „The Vision Council“. Beispielsweise nutzen einige Personen gleichzeitig einen Computer und ihr Smartphone, was zu einer Doppelbelastung für unsere Augen führt.

Blaues Licht aus Bildschirmen nicht gut für unsere Augen
Es gibt aber eine Vielzahl von Faktoren, die zu einer digitalen Überanstrengung der Augen führen können. Beispielsweise sollten Sie darauf achten genügend Abstand zu dem Monitor einzuhalten. Viele Menschen machen mit Smartphones den Fehler, sie zu nah vor die Augen zu halten, durch diesen Vorgang beginnen Menschen weniger zu blinzeln. Das Blinzeln sei aber wichtig für unsere Augen, es schütze unsere Augen unter anderem vor dem Austrocknen, erklärte Dr. Bazan. So werden unsere Augen trocken und gereizt, auch unsere Sicht wird schlechter und oft sehen wir dann leicht verschwommen. In diesem Moment verspüren wir oft den Drang unsere Augen zu reiben. Einen Zustand, den die meisten Büroangestellten nach einem langen Arbeitstag kennen werden. Das blaue Licht, das durch unsere Bildschirme abgegeben wird, ist ebenfalls nicht gut für unsere Augen. Es sei dem ultravioletten Licht sehr ähnlich, dieses sei dafür bekannt, dass es zu Schäden an den Zellen der Augen führen könne, erläuterte der Experte Dr. Bazan. Vorläufige Untersuchungen hätten gezeigt, dass blaues Licht, ähnlich wie UV-Licht, Schäden an den Zellen im Inneren unseres Auges verursachen kann. Eine helle Deckenbeleuchtung könne zusätzliche Blendung verursachen und erhöhe die Menge blaues Licht, die in unser Auge gelangt, fügte der Mediziner hinzu.

Lesen sie richtige Bücher, nicht die digitalen Versionen
Vermeiden Sie blaues Licht von digitalen Geräten, die nicht mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet sind, um eine digitale Überanstrengung ihrer Augen zu vermindern. Lesen Sie richtige Bücher, nicht die digitalen Versionen. Wenn wir Tinte auf Papier betrachten, erkennen unsere Augen in welcher Abstand sich das Buch befindet. So fällt es uns leichter, den Text zu fokussieren. Pixel auf einem Bildschirm seien schwerer zu fokussieren, da einzelne Pixel sozusagen um unsere Augen konkurrieren würden, erläuterten die Wissenschaftler. Dass ständige Fokussierung würde unsere Augen stark belasten, fügte Dr. Bazan hinzu.

Drei Hinweise um eine digitale Überanstrengung zu vermeiden
Auch wenn Sie nicht jede Seite ausdrucken können, die sie bei der Arbeit lesen, gibt es trotzdem einen Weg, der hilft ihre Augen zu schützen. Praktizieren Sie die 20-20-20 Regel. Für alle 20 Minuten, die Sie auf einen Bildschirm gucken, geben Sie ihren Augen 20 Sekunden Pause. In dieser Pause versuchen Sie etwas zu betrachten, dass etwa 20 Meter entfernt ist. Hierdurch würden die fokussierenden Muskeln entspannen, rieten die Mediziner. Sie können auch eine spezielle Computerbrille mit gelben Glas tragen, um ihre Augen zu entlasten. Außerdem sollten sie immer auf genügend Abstand zum Monitor achten, erklärten die Forscher.(as)

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