Kostengünstige Sonnencremes sollen besser sein

Sebastian

Stiftung Warentest: Kostengünstige Kinder-Sonnencremes schützen besser vor UV-Strahlen als teure.

(25.06.2010) Wie die Stiftung Warentest mitteilte, sind billige Sonnencremes für Kinder qualitativ besser, als vergleichsweise teure Sonnenmilch-Produkte. Insgesamt wurden 20 Sonnencremes getestet, 11 Produkte bekamen dabei das Prädikat "gut", das teuerste getestete Produkt für 21 Euro (Ultrasun Professional Protection Kids) bekam hingegen nur die Note "ausreichend". Wie die Zeitschrift "test" mitteilte, konnten jedoch alle Produkte den Sonnenschutzfaktor 30 bzw. 50 einhalten. Hier gab es keine Beanstandungen.

Untersucht wurden bei den Kinder-Sonnencremes, ob diese den Lichtschutzfaktor einhalten, die Creme Wasserfest ist und wie wirksam die Produkte vor UVA- und UVB-Strahlen schützen. Nicht mit einbezogen waren anscheinend gesundheitsbezogene Aspekte, ob zum Beispiel die Sonnenmilch chemische oder natürliche Substanzen verwendet. Denn in einigen Sonnencremes werden nach wie vor auch PEG/PEG-Derivate verwendet, die die Haut für Schadstoffe durchlässiger machen. Nicht zu erfahren war, ob auch die getesteten Produkte über solche chemischen Stoffe verfügten. Zudem können enthaltene Duftstoffe in den Lotionen Allergien auslösen. Wir schließen uns daher der Empfehlung von "Öko-Test" an, auf Naturkosmetik zu setzen, da diese keine chemischen UV Filter verwenden. Zudem ist der beste Schutz, Kinder vor direkter Sonneneinwirkung zu schützen. Dazu gehört auch, die Mittagssonne unbedingt zu meiden. Kinder sollten zudem lieber im Schatten spielen, anstatt die ganze Zeit der Sonne ausgesetzt zu werden.

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Ein wichtiger Hinweis ist zudem, dass Eltern mit der Angabe "Wasserfest" vorsichtig umgehen sollten. Auch wenn auf der Verpackung angeben ist, dass das Produkt Wasserfest ist, konnte in der Testreihe beobachtet werden, dass die wasserfesten Lotionen im Wasser zu 50 Prozent an Schutz verlieren. Deshalb sollten Kinder nach dem Baden erst abgetrocknet und dann erneut eingecremt werden. Alle Testergebnisse finden sich in der neuen Ausgabe von "test". (sb)