Krebserkrankungen in Brandenburg steigen an

Sebastian

Krebsneuerkrankungen steigen im Vergleich zu den Vorjahren an

21.02.2011

Nach Angaben von Gesundheitsbehörden ist die Zahl der Krebserkrankungen in Brandenburg – im Vergleich zu den Vorjahren – gestiegen. Laut der Landessarbeitsgemeinschaft „Onkologische Versorgung“ in Potsdam, leiden derzeit rund 400.000 Menschen in Brandenburg an Krebs. Die AG fordert im Zuge dessen einen weiteren Ausbau der Beratungseinrichtungen für Patienten.

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Etwa 300.000 bis 400.000 Menschen sind aktuell in Brandenburg an Krebs erkrankt. Laut einer Auswertungen des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Neuerkrankungen seit 2004 kontinuierlich an. Die brandenburgische Gesundheitsministerin Anita Tack (Die Linke) erläuterte, im Jahre 2004 wurden rund 14.000 neue Krebserkrankungen registriert. 2009 ist die Zahl der Neuerkrankungen um 1000 auf 15.000 gestiegen. Demnach wurden mehr Krebsneuerkrankungen diagnostiziert, als in den Jahren zuvor.

Vorsorge verbesserte Heilungschancen
Als positiv bewertete die Ministerin, dass in rund 1.600 der Fällen die Krebserkrankung in einem Frühstadium festgestellt wurde. Je früher der Krebs erkannt wird, um so größer sind auch die Genesungschancen. Den Hauptgrund für diese positive Entwicklung sieht Tack in der Vorsorge. Immer mehr Brandenburger nehmen an Krebsvorsorge-Angeboten teil. Im Ländervergleich gingen die Brandenburger weit aus häufiger zur Vorsorge, als anderswo. Während 54 Prozent der Frauen in Brandenburg zur Brustkrebsvorsorge gehen, waren es in Bayern nur 34 Prozent der Frauen.

Angesichts der steigenden Erkrankungsraten forderte die Arbeitsgemeinschaft „Onkologische Versorgung“ einen Ausbau der Beratungsangebote für Krebspatienten. Der Vorsitzende Bernd Müller-Senftleben forderte, dass das Beratungsnetz vor allem in Berlin-fernen Regionen verbessert werden sollte. Die Patientenberatung in Berlin-nahen Gebieten sei hingegen gut ausgebaut und nicht zu beanstanden. Auf dem zweiten Brandenburger Krebskongress wollen Politiker, Ärzte und Wissenschaftler darüber beraten, ob die Position von Krebspatienten durch gesetzliche Neuregelungen gestärkt werden muss. Der Kongress findet vom 25. bis zum 29. Februar 2011 in Potsdam statt. Krebs ist in Deutschland mit 216.000 Todesfällen pro Jahr die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. (sb)