Krebsrisiko durch schlechte Mundhygiene

Heilpraxisnet

Unzureichende Zahnpflege erhöht Krebsrisiko

09.06.2014

Wie eine Studie zeigt, können schlechte Mundgesundheit und unzureichende Zahnpflege das Risiko für Krebserkrankungen der oberen Luft- und Speisewege erhöhen. Doch auch zu viel der Mundhygiene kann gefährlich werden: Die Untersuchung wies darauf hin, dass zu häufiger Gebrauch von Mundwasser Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs begünstigen kann.

Schlechte Mundgesundheit erhöht Krebsrisiko
Wie die „Apotheken Umschau“ (6/2014 A) unter Berufung auf eine EU-Studie, an der auch die Bremer Universität beteiligt war, berichtet, erhöhen schlechte Mundgesundheit und unzureichende Zahnpflege das Risiko für Krebserkrankungen der oberen Luft- und Speisewege. Als Belege für schlechte Mundgesundheit galten in der Studie Faktoren wie häufiges Zahnfleischbluten und das Tragen von Zahnersatz. Daher bleibe gründliche Pflege auch mit Zahnersatz wichtig. Und auch Zahnarztbesuche würden für Menschen, die eine Prothese tragen, nicht überflüssig werden, wie ein Mitautor der Studie sagte. Die Ergebnisse der europaweiten Verbundstudie waren im Fachblatt „Oral Oncology“ veröffentlicht worden.

Exzessiver Gebrauch von Mundwasser kann Krebs begünstigen
Die Studie zeigte aber auch, dass man es mit der Mundhygiene übertreiben kann. Die Wissenschaftler warnten, dass die Untersuchung Hinweise darauf lieferte, dass zu häufiger Gebrauch von Mundwasser – mehr als dreimal täglich – Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs begünstigen kann. Nicht geklärt wurde dabei, ob eine bestimmte Sorte von Mundwasser für die Risikoerhöhung verantwortlich ist. Es wird dazu geraten, Mundwasser nicht jeden Tag zu benutzen. Das regelmäßige Zähneputzen sowie die Verwendung von Zahnseide in Kombination mit regelmäßigen Zahnarztbesuchen seien am wichtigsten. (ad)

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