Erkältung: Schnell fit durch starke Medikamente?

Astrid Goldmayer

Bei Erkältung nicht zu lange starke Medikamente einnehmen

19.03.2014

Wer trotz Erkältung arbeiten muss, hat häufig Probleme sich zu konzentrieren. Nach dem Motto „Hauptsache schnell fit und leistungsfähig“ wirft sich der ein oder andere unbedacht Medikamente ein. Christian Belgardt von der Apothekerkammer Berlin weist gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“ daraufhin, dass Mittel wie Iboprofen oder Paracetamol kurzfristig helfen. Ob sich Erkältungsgeplagte damit einen Gefallen tun, ist jedoch fraglich.

Medikamente bei Erkältung nicht länger als drei Tage einnehmen
Bei einer starken Erkältung gehört der Patient ins Bett. Das ist aber manchmal leichter gesagt als getan, denn im Büro warten unzählige Aufgaben. Wer trotz Husten und Schnupfen zur Arbeit gehen muss, kann sich künstlich mit Medikamenten fit machen. „Man sollte nicht glauben, dass man davon auch gesund wird", mahnt Belgardt. Paracetamol oder Ibuprofen könnten Betroffenen aber durch den Tag helfen. Diese Mittel unterdrückten aber lediglich Symptome wie Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen und sollten nicht länger als drei Tage eingenommen werden, erläutert der Apotheker gegenüber der Nachrichtenagentur.

Eine Erkältung wird meist von Viren verursacht, gegen die Medikamente nichts ausrichten können. Den Patienten bleibt deshalb meist nichts anderes übrig, als sich zu schonen und die Erkältung auszukurieren. Um das Immunsystem zu unterstützen rät Belgardt dazu, viel zu trinken und gesundes, vitaminreiches Essen zu sich zu nehmen. Durch inhalieren werden die Atemwege zudem befreit.

Hausmittel und Naturheilkunde gegen Erkältungsbeschwerden
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Hausmittel der Naturheilkunde gegen Erkältungsbeschwerden. So wird empfohlen, bei beginnendem Schnupfen Jodwasser zu trinken. Auch die Einnahme des Schüßler-Salzes Nr. 14, Kalium jodatum D6, soll die Beschwerden lindern. Vorbeugend können Nasenspülungen angewendet werden.

Gegen Husten kann es helfen, feuchte Tücher im Raum aufzuhängen, um die Atemluft zu befeuchten. Zudem wirkt Eibisch (Althaea officinalis) beruhigend auf die entzündeten Schleimhäute. Vor allem bei trockenem Reizhusten zu Beginn eines grippalen Infektes kann die Anwendung erfolgversprechend sein. Dafür werden 1 EL fein geschnittene Eibischwurzel mit 150 ml kaltem Wasser angesetzt. Nach einer Stunde wird die Flüssigkeit abgeseiht und leicht erwärmt. (ag)

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