Lachen hilft gegen Appetitilosigkeit

Heilpraxisnet

Studie: Lachen soll gegen Appetitlosigkeit helfen und den Blutdruck senken.

(27.04.2010) Haben Sie heute schon herzhaft gelacht? Lachen und Fröhlichkeit helfen die Emotionen auf Hochtouren zu bringen. Menschen fühlen sich beim Lachen einfach wohl. Doch das Lachen hat auch gesundheitsfördernde Aspekte. So hat eine US-amerikanische Studie heraus gefunden, dass Lachen auch bei Appetitlosigkeit hilft. Denn Lachen, so die Forscher, steigert die Konzentration von appetitfördernden Hormonen im Blut. Während des Lachens wird der Anteil des Appetit-anregenden Ghrelin im Blut gesteigert, während der Spiegel von Leptin sinkt. Viele Menschen kennen das umgekehrte Phänomen: Ist man sehr traurig, so haben Viele kaum "Lust" etwas zu essen. Unter Appetitlosigkeit leiden vor allem Patienten, die unter Depressionen leiden, über wenig soziale Kontakte verfügen und sich kaum bewegen. Vor allem ältere Patienten sind betroffen.

Die Forscher der Loma Linda University in Kalifornien zeigten während der Studie gesunden Probanden jeweils einen emotional auffüllenden Filmausschnitt und einen lustigen Clip. Bevor die Studien-Teilnehmer die beiden Filmausschnitte sahen, wurden im Blut die Konzentrationen der Hormone Leptin und Ghrelin gemessen. Beim Ansehen des emotional ergreifenden Films "Der Soldat James Ryan" konnte keine Veränderung im Blut festgestellt werden. Ganz im Gegenteil beim Anschauen eines lustigen Videoclips: Der Leptin-Spiegel sank, gleichzeitig stieg der Anteil des Appetit anregendem Hormons Ghrelin. Auch weitere positive Effekte konnten – wie bei bereits voran gegangenen Studien- beobachtet werden: Das körpereigene Immunsystem wurde gestärkt und der Blutdruck konnte gesenkt werden.

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Mit den Ergebnissen erhoffen sich die Forscher nun durch eine Lachtherapie Patienten zu helfen, die unter einer chronischen Appetitlosigkeit leiden. Die Lachtherapie könnte auch Menschen helfen, die unter chronischen Schmerzen oder Depressionen leiden. Die Naturheilkunde kennt die Lachtherapie schon etwas länger. Mit der Lachtherapie können auch Stresshormone und emotionale Belastungen abgebaut werden. Heute: einfach einmal mehr Lachen. (sm)

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Bild: Rainer Sturm, Pixelio.de