Lärm in Dezibel: Wenn Krach krank macht

Heilpraxisnet

Lärm in Dezibel: Wenn Krach ein Gesundheitsrisiko darstellt

10.03.2015

Sei es bei der Arbeit, in der Schule oder auf der Straße: Lärm ist fast überall. Krach ist nicht nur lästig, sondern schadet auch der Gesundheit. So wird übermäßige Lärmbelastung unter anderem mit einer erhöhten Gefahr für Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall in Verbindung gebracht. Daher ist es gut zu wissen, welche Lautstärken gefährlich sind.

Lärm kann der Gesundheit schaden
Krach schadet der Gesundheit. Lärm verursacht Kopfschmerzen, Nervosität, innere Unruhe und stresst. So haben beispielsweise Studien des Umweltbundesamtes gezeigt, dass starker Schall die Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin steigert, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Folge davon können Bluthochdruck und Herzinfarkte sein. Experten raten dazu, Krach so weit wie möglich zu meiden und sich zu entspannen, um dem Lärm-Stress zu entgehen. Ein Überblick zeigt, welche Lautstärken gefährlich sind:

Konzentrationsprobleme und erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko
Bereits 40 Dezibel (dB), etwa durch Flüstern, stören den Schlaf. Und durch 60 dB, wie beim Überflug einer Verkehrsmaschine in 1.500 Meter Höhe, ein Gespräch oder leises Radio, werden die Konzentration gestört und erste Belastungsreaktionen verursacht. 80 dB, die dem Lärm des Düsentriebwerks eines startenden Jets in 300 Metern Entfernung, dem Geräuschpegel an einer Hauptverkehrsstraße, in einem Klassenzimmer oder bei Kirchenglocken in 200 Meter Entfernung entsprechen, sorgen bei Dauerbelastung für ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko.

Gefahren für die Ohren
100 dB wie in einer lauten Fabrikhalle, von einer Kreissäge oder einem Presslufthammer können bei jahrelanger Belastung laut der dpa-Meldung Gehörschäden zur Folge haben. Ohrenschmerzen können durch 120 dB wie beim Überschallknall eines Flugzeugs in 100 Metern Höhe, auf einem Rockkonzert, neben einem Martinshorn oder einer Vuvuzela verursacht werden. 140 dB, die dem Startgeräusch eines Flugzeugs in 40 Metern Entfernung oder einer Trillerpfeife entsprechen, machen Gehörschäden bereits nach kurzer Zeit möglich. Und 160 dB wie beispielsweise bei einem Gewehrschuss in Mündungsnähe können Gehörschäden schon bei einmaliger Einwirkung zur Folge haben.

Yoga gegen Lärmstress
Fachleute verweisen oft darauf, dass Entspannungsverfahren gegen Lärmstress wie zum Beispiel Yoga oder Autogenes Training helfen können, mit der Belastung durch Krach besser zurecht zu kommen. So hatte etwa Björn Husmann von der Deutschen Gesellschaft für Entspannungsverfahren (DG-E) im vergangenen Jahr dazu geraten, solche Entspannungstechniken schon vor akuten Stressphasen einzuüben, da sie dann am wirkungsvollsten seien. Wer solche Übungen regelmäßig betreibt, wird störende Geräusche gar nicht mehr so stark an sich heranlassen. (ad)

Advertising
>Bild: Bernd Wachtmeister / pixelio.de