Lärmbelastung führt zu Kopfschmerzen bei Kindern

Heilpraxisnet

Lärmbelastung kann bei Kindern zu Kopfschmerzen führen

07.10.2014

Wenn Kinder ständigem Lärm ausgesetzt sind, kann das gesundheitliche Folgen haben. Unter anderem könne der Krach zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen führen. Vor allem im Kinderzimmer sollte die Lärmbelastung niedrig sein, damit Kinder ungestört schlafen können.

Nervensystem wird in Mitleidenschaft gezogen
Wenn Kinder unter Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen zu leiden haben, kann dies damit zu tun haben, dass sie dauerhaft einer zu hohen Lärmbelastung ausgesetzt sind. Eltern wird dazu geraten, dass sie prüfen sollen, ob ihr Kind in Ruhe schlafen kann. Bei Kindern, die ständig Lärm von mehr als 68 Dezibel (dB) ausgesetzt sind, wird das vegetative Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Dies erläuterte Professor Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit in München.

Stresshormon Adrenalin wird vermehrt ausgeschüttet
Demnach schüttet der Körper dann vermehrt das Stresshormon Adrenalin aus. Die Folge davon sei, dass die Haut weniger stark durchblutet werde, die Muskelspannung steige und der Stoffwechsel schneller arbeite. Unter anderem könne dies zu Kopfweh und Konzentrationsproblemen führen. Wenn sich zwei Menschen mit einem Abstand von einem Meter zueinander in normaler Lautstärke unterhalten können, liegt die Lärmbelastung den Angaben zufolge bei höchstens 70 dB. Ein Staubsauger ist ähnlich laut.

Ruhe im Kinderschlafzimmer
Müssen die beiden Personen jedoch ihre Stimme erheben, um sich zu verständigen, liegt die Schallintensität bereits bei 80 dB, ähnlich wie an einer befahrenen Straße. Und wenn die Kommunikation auch mit Rufen schwierig ist, sind es 90 dB. Der Stiftung zufolge kann sich ab 105 dB niemand mehr verständigen. Das Gehör kann bereits ab 85 dB aufwärts Schaden nehmen, wenn es dauerhaft so laut ist. Die Lärmbelastung durch Straßenverkehr im Kinderzimmer sollte dauerhaft nicht bei mehr als 30 dB liegen, damit der Nachwuchs ungestört schlafen kann. Zudem rät die Stiftung, dass vereinzelte Geräusche nicht lauter als 40 dB sein sollten.

Lärm gefährdet die Gesundheit
Lärm kann jedoch nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen eine gesundheitsgefährdende Wirkung entfalten. So wird eine übermäßige Lärmbelastung damit in Verbindung gebracht, bei Menschen zu Stress, Gereiztheit, innerer Unruhe und Nervosität zu führen. Auch Bluthochdruck kann Experten zufolge dadurch verursacht werden und dadurch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Von Fachleuten wird darauf hingewiesen, dass Entspannungsverfahren gegen Lärmstress, wie etwa Yoga oder Autogenes Training helfen können, mit der Belastung durch Lärm besser zurecht zu kommen. (ad)

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Bild: Günter Havlena / pixelio.de