Langsame Bewegungen können Anzeichen für Parkinson sein

Sebastian
Mögliche Anzeichen: Langsame Bewegungen können auf Parkinson hinweisen
Viele Menschen bringen die Parkinson-Krankheit meist mit dem typischen Zittern in Verbindung. Doch auch verschiedene andere Anzeichen können auf die neurodegnerative Erkrankung hinweisen. Beispielsweise wenn ältere Menschen nur noch kurze Schritte machen oder deutlich leiser sprechen als bisher.

Steife und angespannte Muskeln
Mehr als vier Millionen Menschen weltweit leiden an der neurodegenerativen Erkrankung Morbus Parkinson. Schätzungen zufolge sollen in Deutschland bis zu 400.000 Menschen davon betroffen sein, Tendenz steigend. Trotz aller medizinischen Fortschritte ist die Krankheit zwar noch immer nicht heilbar, doch mittlerweile lassen sich die Symptome lindern. Wichtig dabei ist eine möglichst frühzeitige Diagnose. Hinweise auf eine Erkrankung können neben dem typischen Zittern unter anderem auch sehr steife und angespannte Muskeln sein. Insbesondere Arme, Beine und Hals lassen sich dann meist nur mit Hilfe oder gar nicht bewegen. Darauf hat die Patienteninformationsseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hingewiesen.

Langsame Bewegungsabläufe sind erste Hinweise auf Parkinson. Bild: Astrid Gast - fotolia
Langsame Bewegungsabläufe sind erste Hinweise auf Parkinson. Bild: Astrid Gast – fotolia

Sprechen wird leiser und monton
Demnach kann sich die Parkinson-Krankheit (auch Morbus Parkinson oder Schüttellähmung genannt) auch durch Bewegungsarmut bemerkbar machen. In solchen Fällen können sich Betroffene nur noch langsam bewegen, sie gehen beispielsweise mit kurzen Schritten. Zudem verschwindet das Mitschwingen der Arme beim Gehen. Das Sprechen wird leiser und monoton. Leider werden solche Anzeichen häufig nicht beziehungsweise spät bemerkt oder als normale Alterserscheinungen gesehen.

Zahlreiche Frühsymptome von Parkinson
Medizinern zufolge können sich bereits zehn bis 20 Jahre vor dem Ausbruch von Parkinson Anzeichen dafür zeigen. Neben den genannten langsameren Bewegungen und verändertem Sprechen sind unter anderem auch eine Verschlechterung des Riechvermögens, andauernde Verstopfung, Probleme beim Wasserlassen und Erektionsstörungen, Schwindel, depressive Verstimmungen, allgemeine Müdigkeit, Gedächtnisschwäche, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und innere Unruhe frühe Anzeichen einer Erkrankung. Zudem können aggressive Träume und Schreie im Schlaf Frühsymptome von Parkinson sein.

Krankheit kann nicht gestoppt werden
Eine verlässliche Diagnose ist anfangs oft kaum möglich, da viele der frühen Symptome bei zahlreichen Krankheiten auftreten. Wie bei fast allen Krankheiten gilt: Je früher erkannt, desto besser. Zu Beginn der Erkrankung können die Symptome mit Hilfe von Medikamenten verbessert werden. Allerdings lässt die Wirkung im Lauf der Zeit nach. Helfen können zudem Ergo- und Physiotherapie mit Bewegungsübungen sowie Logopädie mit Sprachtraining. Zu einer Therapie gehören oft auch körperliche Aktivitäten sowie eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Stoppen lässt sich das Absterben der Gehirnzellen jedoch nicht und daher werden Parkinson-Patienten im späteren Verlauf der Erkrankung normalerweise zum Pflegefall. Meist betrifft die Erkrankung des Nervensystems Menschen ab dem 50. Lebensjahr. (ad)
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