Langschläfer: Mehr als acht Stunden Schlaf pro Nacht sind für das Herz eher ungesund

Bild: Mehr als acht Stunden Schlaf pro Nacht, erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. (Bild: lenets_tan/Fotolia.com)
Alexander Stindt
Studie stellt fest: Langes Schlafen ist ungesund
Jeder Mensch benötigt ausreichend Schlaf, um seinen normalen Tagesablauf zu bewerkstelligen. Wenn wir zu wenig schlafen, ist das nicht gesund für unseren Körper und wir können unter negativen Folgeerkrankungen leiden. Somit wird oft geraten, dass Menschen auf ausreichenden Schlaf achten müssen. Allerdings sollten Sie auch nicht länger als acht Stunden pro Nacht schlafen, sonst erhöht sich ihr Risiko für Herzerkrankungen.

Gehören Sie zu den Menschen, die gerne möglichst lange schlafen? Wenn ja sollten sie vorsichtig sein, Wissenschaftler von der Norwegian University of Science and Technology stellten in einer Untersuchung fest, dass sich ihr Risiko für Herzkrankheiten erhöht, wenn sie über acht Stunden pro Nacht schlafen. Die norwegischen Forscher veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „International Journal of Cardiology“.

Bild: Mehr als acht Stunden Schlaf pro Nacht, erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. (Bild: lenets_tan/Fotolia.com)
Bild: Mehr als acht Stunden Schlaf pro Nacht, erhöht das Risiko für Herzerkrankungen. (Bild: lenets_tan/Fotolia.com)

Mehr als acht Stunden Schlaf erhöhen Risiko für Herzerkrankungen um knapp 35 Prozent
Wenn Menschen zu wenig Schlafen, kann das negative gesundheitliche Folgen haben. Aber auch zu viel Schlaf kann ungesund sein, sagen die Experten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass mehr als acht Stunden Schlaf pro Nacht unser Risiko erhöhen, dass wir eine Herzerkrankung entwickeln. Wenn Menschen mehr als acht Stunden pro Nacht schlafen, steige das Risiko für eine Herzerkrankung um bis zu 34 Prozent. Schlafen Sie weniger als vier Stunden pro Nacht erhöht sich ihr Risiko für kardiovaskuläre Probleme ebenfalls um etwa 35 Prozent, erläutern die Mediziner. Frühere Studien hatten bereits einen Schlafmangel mit Stress in Verbindung gebracht. Außerdem kann durch einen Mangel an Schlaf erhöhter Blutdruck entstehen. Diese Faktoren erhöhen das Risiko für Herzerkrankungen.

Allerdings sind die Forscher von der Norwegian University of Science and Technology nicht sicher, warum mehr Schlaf zu einem höheren Risiko von Herzproblemen führt. Wir wissen nicht, welcher Mechanismus einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen langer Schlafdauer und einem erhöhtem Risiko für Herzerkrankungen bedingt, sagt Hauptautor Dr. Linn Beate Strand.

Frauen haben generell ein höheres Risiko für Folgeerkrankungen
Die Studie wertete die Daten von 400.000 taiwanesischen Erwachsenen aus. Diese wurden zwischen dem Jahr 1994 und 2011 medizinisch untersucht. Die Teilnehmer wurden befragt, wie lange sie pro Nacht schlafen, sagen die Wissenschaftler. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die zwischen sechs und acht Stunden pro Nacht schliefen, die höchste Wahrscheinlichkeit hatten, später an Herz-Kreislauf-Problemen zu versterben.

In einer Folgeuntersuchung stellten die Forscher fest, dass 711 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen verstorben waren. Die Studie zeigte auch, dass Frauen generell ein höheres Risiko haben, solche Folgeerkrankungen zu entwickeln, erklären die Forscher. Frauen seien anfälliger für diese Probleme als Männer. Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass zu wenig oder zu viel Schlaf bei Frauen mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist, erläutert Dr. Strand. Unsere Ergebnisse zeigen, dass genug Schlaf nötig ist, aber zu viel Schlaf ist ungesund für Menschen. so die Forscher weiter. Die Autoren der Studie betonen, dass eine ausreichende Schlafdauer ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils ist. (as)

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