Lebensgefahr durch meterlange Eiszapfen

Fabian Peters

Schwere Kopfverletzungen durch herabstürzende Eisz

Herunterfallende Eiszapfen können lebensgefährliche Verletzungen auslösen. Daher warnt die Techniker Krankenkasse (TK) aktuell vor den im Zuge des Dauerfrost akut gestiegenen Risiken für Passanten. Durch herabstürzende Eiszapfen besteht ein hohes Risiko für schwere Kopfverletzungen, wie Mediziner ebenfalls aus ihrer Praxiserfahrung bestätigen können.

22.12.2010

Die meterlangen und kiloschweren Eiszapfen, die sich derzeit an vielen Dachkanten bilden, können für die Gesundheit der Passanten eine ernsthafte Gefahr darstellen, so die aktuelle Warnung der Techniker Krankenkasse (TK). „Hausbesitzer, Fußgänger und Autofahrer sollten die Dachkanten im Auge behalten, sonst kann es gefährlich werden“, betonte die Sprecherin der Techniker Krankenkasse Niedersachsen, Ulrike Fieback. Vor allem „Fußgänger sollten deshalb in der Nähe von Gebäuden immer auch nach oben schauen und Eiszapfen aus dem Weg gehen“, erklärte die Sprecherin der TK weiter.

Mehr zum Thema:

Welche Folgen die herabfallenden Eiszapfen haben können, weiß auch Professor Christian Krettek, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „In den vergangenen Jahren haben wir in der Klinik für Unfallchirurgie in jedem Winter Verletzungen unterschiedlicher Schweregrade behandeln müssen“, erklärte der Mediziner und ergänzte: „So führte eine durch Eiszapfen verursachte Kopfverletzung sogar zur dauerhaften Gesichtslähmung einer Patientin“. Insbesondere schwere Kopfverletzungen seien eine der häufigen Verletzungen durch herabstürzendes Eis. Um das Risiko für Passanten so gering wie möglich zu halten, rücken in den meisten Städten Deutschlands momentan fast täglich die Feuerwehren aus und entfernen die meterlangen Eisgebilde von den Dachkanten. So musste zum Beispiel in Hamburg die Feuerwehr allein am Dienstag zwölf Mal in den Einsatz, um bedrohliche Eiszapfen von den Dachkanten zu entfernen. (fp)

Bild: Daniel Lucas Egger / pixelio.de