Legionellen in NRW: Ursprung gefunden

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Legionellen in NRW: Ursprung gefunden

Legionellen in NRW: Ursprung möglicherweise gefunden

27.09.2014

Nachdem in den vergangenen Tagen bekannt wurde, dass es im nordrhein-westfälischen Jülich zu zahlreichen Legionellen-Erkrankungen gekommen war, wurde nun möglicherweise die Infektionsquelle gefunden. Im Wasser des Rückkühlwerks des Forschungszentrums Jülich sei eine erhöhte Zahl der Bakterien festgestellt worden.

Möglicher Auslöser im Kühlwerk
Nachdem in den vergangenen Tagen wieder Legionellen im Kreis Düren gemessen wurden, ist nun möglicherweise die Infektionsquelle für die Legionellen-Erkrankungen im nordrhein-westfälischen Jülich gefunden worden. Wie der Kreis Düren am Freitag mitteilte, sei im Wasser eines Rückkühlwerks des Forschungszentrums Jülich eine deutlich erhöhte Zahl von Legionellen festgestellt worden. Nun müssten weitere Untersuchungen zeigen, ob das Kühlwerk tatsächlich Auslöser für die Erkrankungen ist.

Durch Legionellen verursachte Lungenentzündung
Wie es hieß, sei die Anlage am Freitag heruntergefahren worden und werde erst nach einer gründlichen Desinfektion wieder in Betrieb genommen. Einer dpa-Meldung zufolge seien bislang 24 Menschen an einer durch Legionellen verursachten Lungenentzündung erkrankt. Bei drei dieser Patienten konnten demnach Legionellen im Bronchialsekret direkt nachgewiesen werden. Nun bestehe somit die Chance, einen genetischen Fingerabdruck des Erregers zu erstellen und diesen mit den Proben aus dem Kühlwerk abzugleichen. Bei den anderen 21 Patienten seien die Legionellen indirekt über Antikörper im Blut nachgewiesen worden.

Bei Symptomen zum Arzt
Infizieren sich Menschen mit Legionellen, kommt es meist zu eher unspezifischen Symptomen, die nicht eindeutig der Krankheit zugeordnet werden können. So treten bei den meisten Betroffenen anfangs Beschwerden wie Fieber und Schüttelfrost auf. Dazu können Muskelschmerzen, vor allem im Brustbereich, sowie Reizhusten kommen. Im weiteren Verlauf können Symptome wie Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall sowie vereinzelte neurologische Ausfallerscheinungen beobachtet werden. Bei derartigen Beschwerden ist es für Menschen aus der Region ratsam, einen Arzt aufzusuchen. (ad)

Bild: Sebastian Karkus / pixelio.de