Legionellen-Infektionen im Sauerland

Heilpraxisnet

Schon über 100 Infizierte an Legionellose erkrankt

26.08.2013

Im sauerländischen Warstein ist es zu einer regelrechten Legionelle-Welle gekommen. Mittlerweile zählen die Behörden 102 Fälle. Allein in den letzten drei Tage kamen18 Neuerkrankungen hinzu. Aufgrund der Gefährlichkeit der Krankheit besteht in Deutschland eine Meldepflicht, sobald der Erreger direkt oder auch indirekt nachgewiesen wird.

Bei der Legionellose handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit ausgelöst durch Bakterien der Gattung Legionella. In 90 bis 95 Prozent der Fälle ist der Auslöser das sogenannte Legionella pneumophila Bakterium. Die wohl bekannteste Form der Erkrankung, ist die Legionärskrankheit. Eine Lungenentzündung(Pneumonie), die durch Tröpfcheninfektion verbreitet wird. Hin und wieder treten Entzündungen der Herzinnenhaut und des Nierenbeckens auf. Die Krankheit kann mitunter einen tödlichen Verlauf nehmen. Die seltenere Verlaufsform der Legionellose, das sogenannte Pontiac-Fieber, weist kein Symptome einer Lungenentzündung auf und verläuft in der Regel milder.

Symptome der Legionellose
Nach einer Inkubationszeit von zwei bis zehn Tagen, zeigen sich eher unspezifische Symptome, die nicht eindeutig der Krankheit zugeordnet werden können. Zu Beginn tritt bei den meisten Patienten Fieber und Schüttelfrost auf – oft relativ plötzlich.Hinzu kommen Muskelschmerzen, überwiegend im Brustbereich, sowie Reizhusten. Im weiteren Verlauf können Atemnot, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall sowie vereinzelte neurologischen Ausfallerscheinungen beobachtet werden.

Der genaue Auslöser der Legionellen-Infektionen in Warstein konnte bisher noch nicht ermittelt werden. Da mittlerweile zwei Männer an der Erkrankung verstorben sind, rät die Stadt den Bewohnern, Anlagen, in den Wasser versprüht wird, zu meiden. Auch Klimaanlagen sind der ideale Nährboden und möglicher Übertragungsweg der Bakterien. Gerade Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sind besonders gefährdet und sollten vorsichtig sein. (fr)

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Bildnachweis: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws / pixelio.de