Leichte Kost statt Currywurst für Wanderer

Astrid Goldmayer

Currywurst und Pizza verringern Kondition von Wanderern

17.05.2013

Wandern gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen. Sobald sich der Frühling ankündigt, können es viel kaum erwarten, ihren Wanderrucksack zu packen. Wie die DRK-Bergwacht in Berlin informiert, sollten Wanderer dabei vor allem auf leichte Kost und reichlich Flüssigkeit achten. Fettreiches Essen wie Currywurst und Pommes kann schnell die Kondition mindern.

Für Wanderer Gemüse und Kartoffel statt Currywurst und Pizza
Wandern ist anstrengend und verlangt dem Körper – abhängig von der gewählten Route – einiges ab. Deshalb sollten Wanderer nicht nur auf ausreichend Flüssigkeit achten, sondern auch auf leichte, gesunde Kost. Wer mit Currywurst oder Pizza zu deftig schlemmt, muss mit einen unangenehmen Völlegefühl im Magen und einer verminderten Kondition rechnen. Die DRK-Bergwacht rät deshalb für einen guten Start in den Wandertag zu Müsli, Obst, Joghurt oder Vollkornbroten mit Honig oder Aufschnitt. In der Mittagspause eignen sich Gemüse und Kartoffeln oder andere Kohlenhydratlieferanten wie Reis oder Nudeln. Wer zwischendurch Appetit hat, greift am besten auf Obst, Müsliriegel oder Brot zurück.

Bei einer ganztägigen Wanderung sollten Erwachsene laut DRK-Bergwacht mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Für Kinder wird sogar die eineinhalb- bis zweifache Menge empfohlen. Dabei sollten Wanderer jedoch auf unverdünnten Säfte und Limonaden verzichten. Besser geeignet sind neben Mineralwasser Apfelschorle und Kräuter- oder Früchtetees. Auch wenn der Besuch einer Raststätte zwischendurch geplant ist, „einen Liter Wasser pro Person sollte man als Notration aber immer dabeihaben“, rät die DRK-Bergwacht.

Eine kleine Notfallausrüstung gehört ebenfalls zu jeder Wandertoure. Diese beinhaltet ein Ersthelfer-Set bestehend aus Pflaster, Verbandspäckchen, elastischer Binde, Desinfektionsmittel, Schere, Pinzette sowie persönlichen Medikamenten. Um Verletzte vor Unterkühlung zu schützen, sollte auch eine Rettungsdecke dabei sein.

Nicht zuletzt gehört ein Müllsack in den Wanderrucksack, um Plastikflaschen und anderen Müll zurück in den nächsten Ort zu transportieren, wo der Abfall umweltgerecht entsorgt werden kann.

Wanderer sollten neben leichter Kost auf Sonnenschutz achten
Auch wenn die Temperaturen im Tal noch nicht sommerlich sind, sollten Wanderer auf ausreichend Sonnenschutz achten. Denn je höher der Berg ist, desto aggressiver sind die Sonnenstrahlen. Auch bei Bewölkung sollten vor allem Kinder mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor von mindestens 20 eingecremt werden. Wer im Gebirge unterwegs ist, sollte zudem nie auf Sonnenhut und Sonnenbrille verzichten.

Bequeme Kleidung und festes, bereits eingelaufenes Schuhwerk sind auf jeder Wanderung Pflicht. Dabei rät die DRK-Bergwacht zum sogenannten „Zwiebelprinzip“: Mehrere Lagen Kleidung können nach Bedarf abgelegt oder angezogen werden. Gegen Blasen an den Füßen sollen zwei dünne Paar Socken übereingezogen helfen, so dass die Reibung nicht zwischen Haut und Socke sondern zwischen den beiden Sockenschichten entsteht.

Beim Wandern mit Kindern auf angemessene Wanderroute achten
Bei Wanderungen im Gebirge sollte der Ankunftstag nicht gleich mit ausgedehnten Tour begonnen werden. Denn der Körper benötigt Zeit, sich an das veränderte Klima in der Höhe zu gewöhnen. Auch am zweiten Tag sollten sich Wanderer für eine moderate Wanderung wie beispielsweise eine Tour ins Tal entscheiden. Wer mit Kindern wandert, muss laut DRK-Bergwacht auf angemessene Wanderrouten achten. Dabei wirken allzu ehrgeizige Etappenziele auf Kinder häufig demotivierend. Zudem besteht das höchste Unfallrisiko durch Selbstüberschätzung. Das Tempo sollte immer der langsamste Teilnehmer vorgeben. Die in Wanderführern angegebene Dauer einer Wanderung gilt meist nicht für Kinder. Familien sollten deshalb mindestens die doppelte Zeit für eine Tour einplanen. (ag)

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