Lidl: Listerien Bakterien in Käse nachgewiesen

Sebastian

Listerien Bakterienfund in Käse: Belgischer Markenhersteller ruft mehre Käsesorten aus dem Handel zurück

12.05.2011

Ein belgischer Käsehersteller ruft gleich mehrere Käsesorten aus dem Handel zurück. In einigen Laborproben wurden die Bakterien Listeria monocytogenes (Gattung Listerien) nachgewiesen, die unter anderem zu einer Listeriose führen können. Besonders gefährdet sind schwangere Frauen und chronisch kranke Menschen. Bereits Anfang April hatte das nordrhein-westfälische Verbraucherministerium vor einer Listerien Verseuchung der selben Käsemarke gewarnt.

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Listerien-Keime in Käse
Ein Hersteller aus Belgien hat gleich mehrere Käsesorten aus dem Handel zurückgerufen. In einigen Käseproben wurden gefährliche Bakterien der Gattung Listeria monocytogenes nachgewiesen, wie ein Sprecher des Lebensmittelproduzenten Belgomilk mitteilte. Für die meisten Konsumenten seien die Bakterien eher harmlos, bei bereits kranken und immungeschwächten Menschen könnten die Keime zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen führen. Gefährlich ist eine Kontaminierung vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft, weil eine Infektion zu Früh- oder gar Totgeburten des Fötus führen kann.

Von der Rückruf-Aktion sind gleich mehrere Käsearten betroffen. Zum einen handelt es sich um den abgepackten Scheibenkäse „St. Maarten Classic Großlochkäse, 200 g “. Dieser wurde an Lidl Märkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geliefert. Andere Käsesorten wie „Brugge Goud“, „Nazareth Classic“ und „Nazareth Light“ sind bundesweit an andere Ketten ausgeliefert worden. Wer den Käse bereits erworben hat, sollte diesen auf keinen Fall verzehren sondern zu dem Supermarkt zurückbringen, wo die Sorte gekauft wurde. Auch ohne Vorlage einer Quittung wird der Kaufpreis anstandslos erstattet, wie der Konzern Lidl mitteilte.

Folgende Käsesorten sollten nicht gegessen, sondern aktuell zurück gebracht werden:
St. Maarten Classic – belgischer Großlochkäse in Scheiben, 200g-Packung, vertieben durch Lidl nur in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen.

Bundesweit betroffen sind Käseprodukte an Bedientheke:
Brugge Goud
Nazareth Classic
Nazareth Light
Alle Sorten mit dem Identitätskennzeichen: BE-CO378A-EG

Eine Behandlung von Listeria monocytogenes Infektionen ist mit verschiedenen Antibiotika Medikamenten möglich. Arzneimittel kommen allerdings erst dann zum Einsatz, wenn Symptome einer Erkrankung vorliegen oder der Patient einer Risikogruppe angehört. Zur Vorsorge empfiehlt sich eine hygienische Lagerung und saubere Verarbeitung von Lebensmitteln. Listerien sind in der verarbeitenden Landwirtschaft weit verbreitet und können bei der Produktion in Lebensmittel gelangen. Ein Übertragungsweg ist zum Beispiel das Melken. (sb)

Bild: Lidl