Liebesleben: Gemeinsame Hausarbeit führt zu mehr Sex

Viele Paare versuchen verzweifelt ihr Liebesleben zu verbessern. Es gibt anscheinend einen einfachen Trick der den meisten Paaren helfen wird das Problem zu bewältigen. Teilen Sie sich einfach die gesammte Hausarbeit und entlasten Sie Ihren Partner. (Bild: vadymvdrobot/fotolia.com)
Alexander Stindt
Geteilte Hausarbeit verbessert das Liebesleben
In vielen deutschen Haushalten übernimmt immer noch die Frau den meisten Teil der Hausarbeit. Dies könnte allerdings einen entscheidenden Nachteil mit sich bringen. Den Forscher fanden jetzt heraus, dass Paare, die ihre Hausarbeit nicht aufteilen, meist weniger Sex haben. Also Männer schnappt euch die Staubsauger und Wischlappen und verbessert euer Liebesleben.

Die Wissenschaftler von der Cornell University fanden heraus, dass durch die gerechte Aufteilung der Hausarbeit das Sexualleben verbessert wird, verglichen mit klischeehaften Paaren, bei denen der Mann nur arbeitet, aber nicht im Haushalt hilft. Die Experten veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Journal of Marriage and Family“.

Viele Paare versuchen verzweifelt ihr Liebesleben zu verbessern. Es gibt anscheinend einen einfachen Trick, der den meisten Paaren helfen könnte, das Problem zu bewältigen. Teilen Sie sich einfach die gesammte Hausarbeit und entlasten Sie Ihren Partner. (Bild: vadymvdrobot/fotolia.com)
Viele Paare versuchen verzweifelt ihr Liebesleben zu verbessern. Es gibt anscheinend einen einfachen Trick, der den meisten Paaren helfen könnte, das Problem zu bewältigen. Teilen Sie sich einfach die gesammte Hausarbeit und entlasten Sie Ihren Partner. (Bild: vadymvdrobot/fotolia.com)

Emanzipation scheint oft für die Hausarbeit nicht zu gelten
Auch in der heutigen Zeit ist es noch so, dass Frauen in vielen Haushalten die meiste Hausarbeit verrichten. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Frau berufstätig ist und länger arbeitet als ihr Mann. Auch wenn die Frau mehr verdient als ihr Partner, tut sie trotzdem meist auch mehr im Haushalt, erläutern die Autoren der Studie.

Auswirkungen auf das Liebesleben durch geteilte Hausarbeit
Bei ihrer Untersuchung konnten die Mediziner feststellen, dass verschieden geschlechtliche Paare im Durchschnitt im Monat 6,8 Mal Sex hatten, wenn sie die Hausarbeit gerecht aufteilten. Im Vergleich dazu lag der gleiche Wert in Haushalten, wo ein Partner die gesamte Arbeit übernimmt, nur bei fünf Mal pro Monat, sagen die Wissenschaftler.

Frauen übernehmen meist den Haushalt
In Haushalten mit einer ungleichen Verteilung von Aufgaben, waren fast immer Frauen mit der meisten Routine-Hausarbeit beschäftigt, sehr selten waren es die Männer, erläutern die Autoren. Die Forscher definierten sogenannte Routine-Hausarbeit beispielsweise als Vorbereiten und Kochen von Mahlzeiten, Abwasch, Haus-Reinigung, Einkaufen von Lebensmitteln und das Reinigen der Wäsche. Ein weiteres auffälliges Ergebnis der Studie war, dass – trotz der jüngsten Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter – Frauen immer noch die Mehrheit der Hausarbeit in den meisten Haushalte erledigen. Laut Aussage der Forscher wird in 63 Prozent der Haushalte die Hausarbeit fast vollständig von Frauen durchgeführt.

Machen Sie sich frei von Aufgabeneinteilung nach Geschlechterstereotypen
Nicht nur die gerecht aufgeteilte Hausarbeit wirkt sich den aktuellen Studienergebnissen zufolge auf unser Liebesleben aus. Es macht sogar schon einen Unterschied, wenn die einzelnen Aufgaben nicht nach Geschlechterstereotypen aufgeteilt werden, wie beispielsweise das Kochen und Putzen typischerweise von der Frau übernommen wird.

Geteilte Hausarbeit steigert die sexuelle Frequenz
Wenn moderne Paare auf eine gerechtere Teilung der Arbeit achten, können sie durchaus eine Steigerung der sexuellen Frequenz erleben, im Vergleich zu Paaren, die noch in der Vergangenheit leben und der Frau die gesamte Hausarbeit überlassen, erklärt die Hauptautorin Professor Sharon Sassler von der Cornell University. Es war festzustellen, dass bei Paaren, wo die Frau den Großteil der Hausarbeit übernimmt, ein Rückgang der sexuellen Frequenz vorlag. Dieser Befund sei besonders interessant, weil die Ergebnisse darauf hindeuten, dass die sexuelle Frequenz in der Regel weltweit abnimmt, fügt die Expertin hinzu.

Arbeitsteilung und Gleichberechtigung wird heutzutage als zunehmend erotisch angesehen
In früheren Zeiten entstanden viele Beziehungen durch eine Art Anziehungskraft der Gegensätze. Jeder Partner in der Ehe spezialisierte sich auf eine einzigartige Reihe von Fähigkeiten und Emotionen, die nach allgemeiner Auffassung dem anderen Geschlecht fehlten. Heutzutage baut die Liebe auf gemeinsamen Interessen, Aktivitäten und Emotionen auf, erläutern die Wissenschaftler. Wo einst Unterschiede die Grundlage für eine Beziehung waren, wird heute die Gleichberechtigung und Arbeitsteilung zwischen beiden Partnern als zunehmend erotisch angesehen, fügen die Mediziner hinzu. (as)

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