Liebesspiel: Verletzungsgefahren bei der schönsten Sache der Welt

Das alles kann passieren, wenn es beim Sex schief gehen. Bild: Piotr Marcinski - fotolia
Sebastian
Wissenschaftler berichten über gefährlichste Liebes-Stellungen
Unfälle bei der schönsten (Neben-)Sache der Welt sind nicht selten. Wenn aber etwas passiert, reden die meisten Menschen nicht darüber, weil es ihnen peinlich ist. Oft muss sogar der Notarzt aufgesucht werden, um medizinisch einzugreifen. Forscher in Brasilien haben sich nun mit der Frage beschäftigt, welche sexuelle Stellung am Gefährlichsten ist.

Unfälle sind gar nicht so selten
Notfallmediziner sind immer wieder mal mit bizarren Notfällen beschäftigt die durch Unfälle beim Liebesakt entstanden sind. So müssen etwa häufig Gegenstände wie Flaschen, Werkzeuge oder Stangen aus den Öffnungen von Patienten entfernt werden. Im Rausch kann eben so einiges passieren. Und das gar nicht mal so selten. Gesundheitsexperten zufolge sind Unfälle sogar relativ häufig. In vielen Fällen kann es zu einer „Penisfraktur“ kommen, die mit Schmerzen einhergeht. Forscher in Brasilien haben sich damit beschäftigt, bei welchen Positionen es zu gefährlichen Komplikationen kommen kann.

Das alles kann passieren, wenn es beim Sex schief gehen. Bild: Piotr Marcinski - fotolia
Das alles kann passieren, wenn es beim Sex schief gehen. Bild: Piotr Marcinski – fotolia

Gefährliche Stellungen
Brasilianische Wissenschaftler der „School of Medical Sciences“ der „University of Campinas“ (UNICAMP) haben zusammen mit Kollegen untersucht, welche Stellungen problematisch für das männliche Glied werden können. Als die gefährlichste Position haben sie die sogenannte Reiterstellung identifiziert. Diese Stellung birgt ein großes Risiko, da die Frau – während sie auf dem Mann sitzt – ihr ganzes Gewicht auf den empfindlichen Körperteil des Mannes verlagert und die Bewegung kontrolliert. Im Falle einer „falschen Vereinigung“ könne sie in der Position nicht schnell genug reagieren. Wie es heißt, sei die Reiterstellung für etwa die Hälfte aller Penisbrüche verantwortlich.

Verhältnismäßig harmlose Positionen
Die Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Advances in Urology“. Dort berichteten sie auch über die verhältnismäßig harmlosen Positionen. Als eher ungefährlich wurde der sogenannte „Doggy“ eingestuft. Wie es heißt, resultierten nur rund 29 Prozent der Penis-Frakturen aus dem Verkehr in dieser Stellung. Und auch die „Missionarsstellung“ birgt offenbar eine geringere Gefahr für den Mann. Den Angaben zufolge liegt die Bruchgefahr hier bei 21 Prozent.

Schmerzfreie Liebe bei Rückenproblemen
Auch kanadische Forscher haben sich in der Vergangenheit mit verschiedenen Stellungen beschäftigt. Bei ihrer Studie stand im Mittelpunkt welche Position bei Rückenschmerzen geeignet ist, um Sex ohne Schmerzen zu haben. Eines der Ergebnisse war damals, dass die oft von Ärzten empfohlene Löffelchen-Stellung, bei der beide Partner auf der Seite liegen, nicht für alle ratsam ist. Eine konkrete Empfehlung kann unter anderem aufgrund der unterschiedlichen Rückenschmerzen nicht abgegeben werden. (sb)

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