Listerien? Rückruf von drei Käsesorten

Heilpraxisnet
Listerien? – Rückruf von drei Käsesorten

14.04.2015

Wegen einer möglichen Belastung mit Listerien-Bakterien ruft der Hof Fleckenbühl drei Bio-Rohmilchkäsesorten zurück. Betroffen seien drei verschiedene Sorten mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9. April 2015. Vom Unternehmen wurde darauf hingewiesen, den Käse nicht zu essen.

Drei Bio-Rohmilchkäsesorten zurückgerufen
Der Hof Fleckenbühl ruft nach einer Störung bei der Produktion drei Bio-Rohmilchkäsesorten zurück. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, erklärte ein Sprecher im hessischen Cölbe, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass dieser Käse mit Listerien belastet sei. Den Angaben zufolge sind folgende Sorten betroffen: „Fleckenbühler Schönstädter“ (Chargen-Nummer: 060715), „Fleckenbühler Knoblauchweichkäse“ (060615) sowie „Fleckenbühler Pfefferweichkäse“ (060515). Alle drei jeweils mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 9. April 2015. Verbraucher, die solche Ware zu Hause haben, sollen sie nicht essen, sondern in die Läden zurückbringen. Die betroffenen Produkte seien vom Markt genommen worden.

Störung im Produktionsablauf entdeckt
Bereits Ende März waren in einer anderen Käsesorte des Herstellers Listerien nachgewiesen worden. Daraufhin sei bei der Ursachensuche eine Störung im Produktionsablauf entdeckt und behoben worden. Nun müssen aus „vorsorgendem Verbraucherschutz“ auch die drei weiteren Sorten zurückgerufen werden. Das hessische Unternehmen ist aber längst nicht das einzige mit solchen Problemen. Seit Jahren werden immer wieder Lebensmittel wegen Listerien oder anderen Bakterien zurückgerufen. Wenn solche in der Nahrung festgestellt wurden, handelte es sich dabei neben Käse meist um Wurst, Fleisch oder Fisch.

Gesundheitsgefahr durch Listerien
Die Bakterien können mitunter die sogenannte Listeriose auslösen. Durch diese meldepflichtige Infektionskrankheit sind vor allem Schwangere, kleine Kinder oder geschwächte Personen gefährdet. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist harmlos und geht mit grippeähnlichen Symptomen oder Magen-Darm-Beschwerden einher. So kommt es unter anderem zu Fieber, Durchfall, Bauchschmerzen, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen. Laut Gesundheitsexperten können Listerien vor allem bei Risikogruppen auch eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) auslösen. Eine Erkrankung kann in Einzelfällen lebensbedrohlich sein. (ad)

Bild: Rolf Handke / pixelio.de