Mädchen kam mit 3,9 Promille ins Krankenhaus

Fabian Peters

Ein 16-jähriges Mädchen wurde von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr mit 3,9 Promille ins Krankenhaus eingeliefert.

24.01.2011

Nachdem sie das Mädchen volltrunken in der Werbellinstraße im Stadtteil Neukölln angetroffen hatten, alarmierten Passanten gegen 0.35 Uhr den Notruf. Die 16-Jährige sei so betrunken gewesen, dass sie nicht mehr auf ihren eigenen Beinen stehen konnte und immer wieder zusammenbrach, berichten die Helfer. Im Krankenwagen der hinzugezogenen Rettungskräfte verlor die Jugendliche anschließend das Bewusstsein und wurde von den Sanitätern ins Krankenhaus gebracht. Hier stellten die Ärzte einen Blutalkoholwert von 3,9 Promille fest, was unter Umständen insbesondere für Jugendliche lebensbedrohlich sein kann. Bereits ein Blutalkoholspiegel ab 3,0 Promille ist den Aussagen der Experten zufolge gegebenenfalls tödlich. Für das Mädchen besteht dem Vernehmen nach jedoch keine Lebensgefahr, sie bleibt laut Polizeiangaben allerdings vorerst unter ärztlicher Beobachtung. Die Rettungskräfte in Berlin haben in der gleichen Nacht außerdem einen 15 Jahre alten Junge aufgegriffen, der völlig betrunken am U-Bahnhof Bayerischer Platz lag. Fahrgäste hatten aufgrund des offenbar hilflosen Zustands des Jugendlichen den Notruf alarmiert. Auch bei dem Jungen wurde mit 2,1 Promille ein erschreckend hohe Blutalkoholwert gemessen.

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Krankenhauseinlieferungen wegen Alkoholmissbrauch nehmen zu
Die Zahl der Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, ist in den letzten Jahren deutschlandweit dramatisch gestiegen. Auf Basis der Angaben der statistischen Landesämter ermittelte die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK), dass die Zahl der klinisch zu behandelnden Alkoholmissbrauchsfälle bei Personen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren in den letzten sechs Jahren teilweise um mehr als 70 Prozent gestiegen ist. In vielen Bundesländern hat die Zahl der alkoholbedingten Krankenhauseinlieferungen von Jugendlichen im letzten Jahr einen besorgniserregenden Höchststand erreicht, berichtete die DAK Ende letzten Jahres. Daher will die Krankenkassen ihre Präventionsarbeit in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Kliniken in den kommenden Jahren deutlich intensivieren. So geht die DAK zum Beispiel mit ihrer Kampagne „bunt statt blau“ direkt an die Schulen, um dort über die Folgen des Alkoholmissbrauchs aufzuklären. (fp)

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