Maßnahmen zur Krebsvorbeugung

Fabian Peters

WHO nennt Maßnahmen zur Reduzierung des individuellen Krebsrisikos

04.02.2014

Krebs zählt laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den weltweit häufigsten Todesursachen, wobei insbesondere Lungenkrebs (1,59 Millionen Tote im Jahr 2012), Leberkrebs (745.000 Todesfälle), Magenkrebs (723.000 Todesfälle), Darmkrebs (694.000 Todesfälle), Brustkrebs (521.000 Todesfälle) und Speiseröhrenkrebs (400.000 Todesfälle) eine maßgebliche Rolle spielen. Insgesamt 8,2 Millionen Todesfälle gingen dem Welt-Krebsbericht 2014 der WHO zufolge im Jahr 2012 auf eine Krebserkrankung zurück. Gleichzeitig nennt die Weltgesundheitsorganisation verschiedene Maßnahmen, mit denen jede/r selbst etwas zur Krebsvorbeugung tun kann.

Maßgeblich entscheidend für eine erfolgreiche Krebsprävention ist laut Angaben der WHO „das Wissen über die Ursachen von Krebs und mögliche Interventionen.“ So ließen sich mehr als 30 Prozent der Krebstodesfälle durch eine Vermeidung der Hauptrisikofaktoren verhindern, berichtet die WHO. Als Hauptrisikofaktoren werden dabei neben dem Rauchen, ein Mangel an körperlicher Aktivität, Alkoholkonsum, die Luftverschmutzung in Städten, sexuell übertragbare HPV-Infektionen sowie Übergewicht und Fettleibigkeit genannt. Beispielweise verursache der Tabakkonsum als wichtigster Krebsrisikofaktor etwa 22 Prozent der weltweiten Krebstodesfälle und etwa 71 Prozent der weltweiten Todesfälle durch Lungenkrebs, berichtet die WHO.

Risikofaktoren meiden
Die Maßnahmenliste der WHO zur verbesserten Krebsprävention umfasst lediglich vier Punkte: Vermeidung der Risikofaktoren, Impfung gegen HPV (Humanes Papillomvirus) und Hepatitis-B, eine Reduzierung der Sonneneinstrahlung sowie eine Kontrolle und Abschaltung der Berufsrisiken. In vielen Fällen sind die Präventionsansätze für den Einzelnen allerdings nur schwer umzusetzen. Während sich beispielsweise die Sonneneinstrahlung durchaus relativ einfach reduzieren lässt, ist eine effektive Meidung sämtlicher Risikofaktor deutlich schwieriger umzusetzen, insbesondere wenn die Betroffenen im beruflichen Umfeld mit diesen Kontakt haben. Durch die Meidung der Hauptrisikofaktoren (Tabak, Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel) wird laut Angaben der WHO das Krebsrisiko jedoch bereits deutlich reduziert. Insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen seien Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), Hepatitis-C-Viren (HCV) und HPV für bis zu 20 Prozent der Krebstodesfälle verantwortlich, weshalb hier entsprechende Impfungen als Präventionsstrategie von der WHO genannt werden.

Früherkennung verbessern
Die Zahl der Krebstodesfälle ließe sich laut Angaben der WHO auch durch eine verbesserte Früherkennung deutlich reduzieren, da eine frühzeitige Diagnose und Behandlung oftmals zur Heilung führe. In den Bereich der Früherkennung fallen dabei nicht nur die angebotenen sogenannten Screening-Programme, mit denen zum Beispiel nach frühen Formen des Gebärmutterhals-, Darm- und Brustkrebs gesucht wird, sondern auch das Bewusstsein des Einzelnen für mögliche Krebsanzeichen spielt hier eine wesentliche Rolle. Denn je früher Betroffene die scheinbar unspezifischen Beschwerden richtig deuten, desto eher suchen sie einen Arzt auf und dieser kann ein Behandlung einleiten. Hier ist demnach das Wissen über mögliche Krebssymptome durchaus entscheidend für den Behandlungserfolg. (fp)

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