Manchmal eher ungesund: Expertentipps zum Joggen bei sommerlichen Temperaturen

Alfred Domke

Expertentipps: So gehen Jogger bei hohen Temperaturen kein Risiko ein

Laufen ist gesund. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge ist Joggen vor allem gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen förderlich. Zudem hilft es beim Abnehmen. Bei den derzeit vielerorts herrschenden hohen Temperaturen sollten Jogger allerdings Vorsicht walten lassen. Gesundheitsexperten haben dazu einige Tipps parat.


Gesundheitliche Beschwerden bei großer Hitze

Seit Tagen herrschen in vielen Regionen Deutschlands sommerliche Temperaturen. Doch während es für die einen nicht warm genug sein kann, leiden andere unter der Hitze. In der Tat ist es nicht selten, dass sich an den heißen Tagen Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, und Müdigkeit häufen. Doch es gibt Mittel und Wege, der Hitze und den damit verbundenen gesundheitlichen Problemen zu trotzen. Wichtig hierbei ist vor allem immer ausreichend zu trinken. Dies gilt vor allem auch für Sportler. Gesundheitsexperten haben noch mehr Ratschläge für Menschen parat, die bei Hitze trainieren wollen.

Wer bei den aktuellen hohen Temperaturen laufen geht, sollte unbedingt ausreichend trinken. Gesundheitsexperten haben noch mehr Ratschläge für Menschen, die bei der Hitze joggen wollen. (Bild: Wellnhofer Designs/fotolia.com)

Laufpensum langsam steigern

In Anbetracht der steigenden Temperaturen sollten Jogger einige Tipps beherzigen, damit trotz guter Absichten die Gesundheit unter dem sportlichen Eifer nicht leidet.

„Vor allem diejenigen Jogger, die in den vergangenen Monaten ihr Pensum reduziert haben, sollten sich jetzt angesichts sommerlicher Temperaturen nicht übernehmen“, erklärt Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer Krankenkasse in einer Mitteilung.

„Vielmehr sollten sie ihr Laufpensum langsam steigern und sich so an die größere Belastung und die höheren Temperaturen gewöhnen“, empfiehlt der Experte.

Wer es übertreibe, dem drohten Magenprobleme, Schwindel oder Kopfschmerzen. In diesen Fällen sollte man vorsichtshalber das Training besser ganz abbrechen.

Kopfbedeckung ist nicht automatisch sinnvoll

Möhlendick empfiehlt Joggern, vor und nach dem Lauftraining ausreichend zu trinken. Bei der Kleidung sei vor allem Funktionskleidung empfehlenswert, die den Schweiß von innen nach außen weiterleite.

Unter dicken Baumwoll-T-Shirts hingegen staue sich die Hitze. Das gleiche gelte beim Kopfschutz.

„Viele Menschen denken, dass eine Kopfbedeckung beim Joggen automatisch sinnvoll ist. Doch wer überwiegend im Schatten läuft, sollte besser darauf verzichten. Denn sonst schwitzt man weit mehr als nötig, weil ein Großteil der Hitze über den Kopf abgegeben wird“, erläutert der Experte der Krankenkasse.

Morgens oder abends joggen und heftige Tempoläufe unterlassen

„Beim Joggen kommt es auch auf die Uhrzeit an. Am besten läuft man frühmorgens oder spätabends, wenn die Temperaturen angenehmer sind und der Kreislauf nicht zu stark belastet wird“, sagt Möhlendick.

Außerdem seien morgens die gesundheitsgefährdenden Ozonwerte am niedrigsten. Der Sportwissenschaftler rät darüber hinaus zur Vorsicht bei Tempoläufen, weil sie unter anderem zu Kreislaufproblemen führen können.

Dies sei nur etwas für gut trainierte Sportler, die sommerliche Temperaturen vertragen. Doch selbst geübte Jogger sollten lange Streckenabschnitte in der Sonne meiden und soweit möglich im Schatten laufen. (ad)