Masern Akutfall nach Comedyshow mit Mario Barth

Alfred Domke

Mögliche Masernansteckung bei Mario Barth Show

22.03.2014

Das niedersächsische Gesundheitsministerium hat darauf hingewiesen, dass ein Besucher einer Show mit dem deutschen Comedian Mario Barth am 14. März in Hannover unmittelbar nach der Veranstaltung an Masern erkrankt ist. Auch andere Besucher könnten sich angesteckt haben.

Besucher könnten sich bei der Show angesteckt haben
Grundsätzlich ist die Zahl der Masernerkrankungen in Niedersachsen seit Jahren niedrig. Doch nun sprach das niedersächsische Gesundheitsministerium in Hannover eine Warnung aus. Unmittelbar nach der Show des Berliner Comedian Mario Barth am Freitag den 14. März in der TUI-Arena Hannover ist ein Besucher an Masern erkrankt. Eine Ministeriumssprecherin teilte mit: „Andere Besucher der Veranstaltung könnten sich mit Masern angesteckt haben, wenn sie nicht geimpft sind.“ Den Mario Barth-Abend hatten rund 10.000 Menschen besucht.

Auf mögliche Krankheitssymptome achten
Der örtliche Amtsarzt empfiehlt allen Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung, auf mögliche Krankheitssymptome zu achten. Das markanteste Kennzeichen von Masern sind bräunlich-rosafarbene Flecken auf der Haut. „Wenn sich Besucherinnen und Besucher bei der Veranstaltung angesteckt haben sollten, dürften sich bei ihnen um den heutigen Tag erste Symptome zeigen“, erklärte Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Fachbereichs Gesundheit der Region Hannover am gestrigen Freitag. „Die Erkrankung verläuft in zwei Phasen: Sie beginnt mit Fieber, Bindehautentzündung, Schnupfen und trockenem Husten. Nach drei bis sieben Tagen bilden sich zuerst im Gesicht, meist hinter den Ohren, die charakteristischen, erhabenen Hautflecken.“

Masern sind extrem ansteckend
Masern sind extrem ansteckend und werden durch Tröpfchen übertragen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen werden. Der Amtsarzt rechnet indes nicht mit einem massenhaften Ausbruch der Krankheit, da seit den 1970er Jahren die meisten Kinder geimpft worden sind. Die Bürger sind aufgerufen, ihren Impfschutz zu überprüfen, der erst nach zwei Impfungen vollständig eintritt. Das örtliche Gesundheitsamt warnt davor, Masern zu unterschätzen. Bei einem komplizierten Verlauf könnte die Krankheit sogar zum Tod führen.

Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission
Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI) rät zu einer ersten Masern-Impfung, normalerweise kombiniert mit einer Impfung gegen Mumps und Röteln, für Kinder im Alter von elf bis 14 Monaten. Frühestens vier Wochen später, jedoch spätestens bis zum Ende des zweiten Lebensjahres soll ein zweites Mal geimpft werden. Außerdem wird Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, empfohlen, sich impfen zu lassen, falls sie dies nie oder nur einmal haben machen lassen beziehungsweise falls sie ihren Impfstatus nicht kennen. Die Masern-Impfung wird von der STIKO bereits seit 1974 empfohlen. (ad)

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