Masern trifft auch Erwachsene

Sebastian

Jeder zweite Masern-Patient ist erwachsen.

Nicht nur Kinder bekommen Masern, sondern auch Erwachsene. Das ergab eine Auswertung der Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK). Masern bei Erwachsenen ist eine ernstzunehmene Erkrankung, die einen schweren Krankheitsverlauf nehmen kann.

In der DAK-Auswertung der letzten zwei Jahre erkrankten insgesamt 360 DAK Versicherte an Masern. Das Überraschende; Etwa die Hälfte davon war bereits im Erwachsenen-Alter und die andere Hälfte der Masern-Patienten waren Kinder. Die DAK geht davon aus, das Dunkelziffer weit aus höher liegt. Erkranken Menschen im Erwachsenenalter an Masern, so ist der Krankheitsverlauf oftmals schwerwiegender und gefährlicher, als im Kindesalter. Das berichtet auch Dr. Elisabeth Thomas von der DAK: "Masern sind keine Bagatell-Erkrankung. Wenn Erwachsene erkranken, ist der Verlauf meist sogar noch schwerer als bei Kindern. Auch kommt es häufiger zu Komplikationen, wie beispielsweise einer Lungen- oder Gehirnentzündung."

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Eltern sollten deshalb unbedingt ihren Impfstatus und den der Kinder prüfen, so der eindringliche Apell der Krankenkasse DAK. Die Auswertung lasse vermuten, dass eine gewisse Impfmüdigkeit vorherscht. 2008 haben sich noch insgesamt 9227 erwachsene DAK-Versicherte impfen lassen, 2009 waren es nur noch 706. Die Ständige Impfkommission hatte erst vor Kurzem empfohlen, junge Erwachsene sollten ihren Impfstatus unbedingt prüfen lassen. Vordergründig gehe es dabei um die Jahrgänge 1970 und jünger.

Welche Symptome verursacht Masern? Neben den typischen roten Hautflecken ruft Masern auch Fieber und einen sehr schlechten und geschwächten Allgemeinzustand hervor. Masern sind jedoch keine einfache Kinderkrankheit. In manchen Fällen kann es schweren und lebensbedrohliche Komplikationen wie einer Lungen- und Hirnentzündungen kommen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 915 Masern-Fälle gemeldet, 2001 waren es noch 6037. (sb)