Müsli bremst Medikamente aus

Sebastian

Aufnahme von Arzneiwirkstoffen durch Müsli verzögert

22.04.2014

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist grundsätzlich gut für die Gesundheit, etwa zum Verdauung anregen. Ballaststoffe binden Schadstoffe im Verdauungstrakt und sorgen so dafür, dass diese nicht in den Körper gelangen. Doch Ballaststoffe, wie etwa im Müsli, können auch die Aufnahme von Arzneiwirkstoffen verzögern.

Zwischen Müsli und Medikamenten Zeit vergehen lassen
Eine Ernährung mit vielen Ballaststoffen ist grundsätzlich gut für die Gesundheit. So ist eine ballaststoffreiche Kost, zum Beispiel mit viel Vollkornprodukten, positiv für die Verdauung und ein gut geeignetes Hausmittel gegen Verstopfung. Im Verdauungstrakt werden zudem durch die Ballaststoffe Schadstoffe gebunden, die sonst in den Körper gelangen würden. Die Hausärztin Dr. Petra Weitzel warnte aber im Patientenmagazin „HausArzt“ (2/2014): „Wenn man jedoch Medikamente zusammen mit Müsli oder Vollkornbrot zu sich nimmt, wird das zu einem Nachteil.“ Denn durch die Ballaststoffe könne die Aufnahme der Arzneiwirkstoffe im Dünndarm verzögert werden. Vor allem gelte dies für Schmerzmittel sowie Cholesterinsenker. Die Medizinerin erklärte weiter: „Besser lassen Sie zwischen Müsliverzehr und Medikamenteneinnahme zwei Stunden vergehen.“

Schrittweise auf mehr Ballaststoffe umstellen
Auch wenn Ballaststoffe gut für die Gesundheit sind, so sollten Menschen, die mehr davon in ihren Speiseplan einbauen wollen, dies nur schrittweise tun. Wie das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg kürzlich mitteilte, sollte bei dieser Ernährungsumstellung der Ballaststoffanteil nur langsam erhöht werden. Menschen, die ihren Speiseplan abrupt darauf umstellen und bislang nur wenig Vollkornprodukte, Nüsse, Obst und Gemüse gegessen haben, könnten Beschwerden wie einen Blähbauch, Bauchschmerzen oder Druckgefühle bekommen. Ballaststoffen wird nachgesagt, dass sie das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Brustkrebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern sollen. (sb)

Bild: Marianne J. / pixelio.de