Mediterrane Ernährung stärkt die Gesundheit besser als angenommen

Fabian Peters
Vorteile der mediterranen Ernährung weitreichender als bislang angenommen
Die mediterrane Ernährung bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile wie zum Beispiel ein vermindertes Risiko von Herzerkrankungen mit sich. Nun haben Wissenschaftler um Professor Andrew Smyth von der McMaster University in Hamilton (Kanada) nachgewiesen, dass auch das Gedächtnis und Denkvermögen von der gesunden Ernährung profitieren.

Die mediterrane Diät umfasst unter anderem viel Obst, Gemüse, Nüsse, Oliven, extra natives Olivenöl und Fisch sowie einen deutlich reduzierten Verbrauch von verarbeiteten Lebensmitteln, Kohlenhydraten, Süßigkeiten und rotem Fleisch. Nicht nur auf das Herz-Kreislaufsystem, sondern auch auf das Gedächtnis scheint diese Ernährungsweise eine außerordentlich positive Wirkung zu entfalten. In ihrer aktuellen Studie kommen die kanadischen Forscher zu dem Ergebnis, dass die gesunde Ernährung mit einem deutlich verringerten Risiko von Beeinträchtigungen des Denkvermögens und Gedächtnisses einhergeht.

Mediterrane-Ernährung
Mediterrane Ernährung wirkt Gedächtnisverlust entgegen

Zusammenhang zwischen der Ernährung und kognitiven Fähigkeiten
Im Rahmen der Studie wurden 27.860 Studienteilnehmer aus 40 Ländern über einen Zeitrum von durchschnittlich fünf Jahren beobachtete, wobei alle Probanden älter als 55 Jahren waren und an Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzkrankheiten litten. Personen mit einem zurückliegenden Schlaganfall, einer Herzinsuffizienz oder anderen schweren Erkrankungen wurden nicht in die Studie aufgenommen. Die Wissenschaftler überprüften das Denkvermögen und die Gedächtnisleistungen der Probanden zu Beginn der Studie, nach zwei Jahren und nach etwa fünf Jahren. Zeigte sich ein Rückgang um drei oder mehr Punkten in dem kognitiven Test, werteten die Forscher dies als signifikante Verschlechterung.

Reduziertes Risiko für Beeinträchtigungen des Denkvermögens
Während des Studienzeitraums zeigte sich bei 4.699 Probanden ein kognitiver Rückgang, schreiben die kanadischen Wissenschaftler in dem Fachmagazin „Neurology“. Wir beobachteten ein deutlich niedrigeres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen bei den Teilnehmer mit der gesündesten Ernährungsweise, so Studienleiter Professor Smyth .Gegenüber den Probanden mit einer besonders ungesunden Ernährung sei das Risiko von Gedächtnisbeeinträchtigungen und Einbußen des Denkvermögens um 24 Prozent reduziert gewesen. Das Ergebnis war unabhängig von dem Ausgangsniveau der kognitiven Fähigkeiten oder anderen Faktoren wie beispielsweise sportlicher Betätigung, Blutdruckhochdruck und Krebserkrankungen, berichten die Forscher weiter.

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Verbesserung der Ernährung zur Eindämmung kognitiver Beschwerden?
Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass eine höhere Qualität der Ernährung – wie sie bei der mediterranen Ernährungsweise gegeben ist – mit einem reduzierten Risiko des kognitiven Verfalls assoziiert ist. „Die verbesserte Qualität der Ernährung ist ein wichtiges potenzielles Ziel zur Verringerung der globalen Belastung durch die kognitive Beeinträchtigungen“, schreiben Professor Smyth und Kollegen. (fp)

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