METRO: Listerien Bakterien in Tapas

Sebastian

Listerien Bakterien in Tapas-Produkten

12.01.2012

Das Handelsunternehmen der Metro-Kette Cash & Carry hat eine Rückrufaktion für Nahrungsmittelprodukte der Marke Tapas gestartet. Bei vier Sorten dieser Produktreihe wurden erhöhte Werte des Bakteriums Listerien gemessen.

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Das Tochterunternehmen der Metro Unternehmensgruppe Cash & Carry hat vier Produkte der Marke „Tapas“ aus dem Handel zurückgerufen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden bei Laboruntersuchungen erhöhte Werte des gefährlichen Keims Listerien entdeckt, wie die Metro AG am Mittwoch in einer Presseerklärung mitteilte.

Konkret betroffen sind die Lebensmittelprodukte Tapas Trio Espanol in Scheiben (150 Gramm), Tapas Salami Chorizo Vela Loncheado in Scheiben (80 und 200 Gramm), Tapas Serrano Schinken in Scheiben (80 und 300 Gramm) sowie Tapas Serrano Reserva (Viertel- und halbes Stück). Die Rückrufaktion betrifft die Chargen der genannten Lebensmittel mit dem Mindestendhaltbarkeitsdatum 1. Februar 2012. Kunden werden dazu aufgefordert bereits gekaufte Lebensmittel nicht zu verzehren und zu entsorgen. Alternativ kann die Ware auch gegen Erstattung des Kaufpreises im Handel zurückgegeben werden. Hierzu muss der Kassenzettel vorgelegt werden.

Das Unternehmen betont, dass es sich um eine „Präventiv-Maßnahme“ handelt, um ein „potentielles Gesundheitsrisiko für Verbraucher auszuschließen“. Verbraucher können bei Fragen das kostenlose Service-Telefon unter 0800 – 50 35 75 22 nutzen.

Listerien Keime können nach dem Verzehr kontaminierter Nahrungsmittel die Krankheit Listeriose auslösen. Die Symptome ähneln eine saisonalen Grippe. Infizierte leiden nach einer Inkubationszeit meist an Durchfall, Fieber, Bauchschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. In der Regel verläuft die Infektionskrankheit harmlos. Gefährdet sind jedoch Menschen mit chronischen Krankheiten, einem geschwächten Immunsystem, ältere Konsumenten, Schwangere und Kinder. Insbesondere im Verlauf einer Schwangerschaft können die Bakterien gefährlich werden, da sie ein Absterben des Fötus oder Frühgeburten auslösen können. Menschen mit einem schwachen Abwehrsystem sind von einem erhöhten Risiko betroffen, da sich die Infektion auf mehre innere Organe ausbreiten kann und schwere Entzündungen der Hirnhäute hervorrufen. (sb)