Mikrozensus: Deutsche werden immer dicker

Heilpraxisnet

Mehr als die Hälfte der Deutschen sind übergewichtig

06.11.2014

Immer mehr erwachsene Deutsche haben Übergewicht, knapp 16% der Bevölkerung gelten mit einem Body-Mass-Index von über 30 sogar als stark übergewichtig. Zu diesem Ergebnis ist das Statistische Bundesamt im Rahmen der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2013 gekommen, bei welcher auch Fragen zu Körpergröße und Gewicht gestellt wurden. Demnach waren 2013 insgesamt 52% der erwachsenen Bevölkerung zu dick, womit der Anteil Übergewichtiger im Vergleich zu 1999 um 4 Prozent gestiegen ist.

62% der Männer bringen zu viele Kilos auf die Waage
Übergewicht betrifft immer mehr Menschen in Deutschland, mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bringt mittlerweile zu viele Kilos auf die Waage. Dies geht aus den Ergebnissen der Zusatzbefragung zum Mikrozensus 2013 hervor, welcher jährlich durch die Statistischen Landesämter und das Statistische Bundesamt durchgeführt wird. Demnach waren im Jahr 2013 insgesamt 52% der erwachsenen Bevölkerung übergewichtig, wobei die Männer hier mit 62 Prozent deutlich stärker betroffen waren als die Frauen (43 Prozent).

Body-Mass-Index als Berechnungsgrundlage
Damit seien im Vergleich zum Jahr 1999 insgesamt vier Prozent mehr Deutsche übergewichtig, wobei auch hier die Männer mit 6% einen stärkeren Zuwachs verzeichneten als die Frauen mit 3%, so die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden weiter. Um das Gewicht der Deutschen zu kategorisieren, hatten die Statistiker für die Auswertung der Zusatzumfrage „Körpermaße der Bevölkerung 2013“ den so genannten „Body-Mass-Index“ angewandt, für welchen das Körpergewicht (in Kg) durch das Quadrat der Körpergröße (in Metern) dividiert wird.

WHO stuft BMI von über 30 als stark übergewichtig ein
Ausgehend von dieser Formel stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsene mit einem Body-Mass-Index ab 25 als übergewichtig sowie mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein, wobei das Geschlecht und das Alter bei dieser Einteilung unberücksichtigt bleiben. Dementsprechend hat beispielsweise ein Mann mit einer Körpergröße von 1,80m und einem Gewicht ab 81 Kilogramm Übergewicht bzw. ab 97 Kilogramm starkes Übergewicht.

15% bezeichnen sich als gesundheitlich beeinträchtigt
Neben den Körpermaßen waren laut dem Bundesamt im Rahmen der Mikrozensus-Zusatzbefragung auch Fragen zum Gesundheitszustand der Deutschen gestellt worden. Das Ergebnis: Insgesamt 15% der Bevölkerung bezeichnete sich im Jahr 2013 als gesundheitlich beeinträchtigt, wobei diese deutlich häufiger starkes Übergewicht hatten als Gesunde: „Von den kranken Männern hatten 23% einen Body-Mass-Index von mehr als 30, der Anteil bei den gesunden Männern betrug 16%“, so das Amt weiter.

Nur noch knapp ein Viertel der Bevölkerung raucht aktiv
Beim Thema Rauchen zeigte sich hingegen ein umgekehrter Trend. Hier „zählten sich 76% der Bevölkerung über 15 Jahren im Jahr 2013 zu den Nichtrauchern“, teilt das Amt mit, wobei in dieser Gruppe 56% noch nie geraucht haben und 19% ehemalige Raucher waren. Als „aktive Raucher“ bezeichneten sich demzufolge nur noch knapp ein Viertel der Bevölkerung (1999: 52%), wobei der Anteil der Raucher, die regelmäßig mehr als 20 Zigaretten täglich rauchen, im Vergleich zu 1999 um ein Drittel auf 12% aller Zigarettenraucher fiel. Auch hier waren die Männer (29% Raucher) eher betroffen als die Frauen (20%), dafür sei jedoch der Anteil der Raucher im Vergleichszeitraum bei den Männern um sechs, bei den Frauen aber nur um zwei Prozentpunkte zurückgegangenen. (nr)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de