Milchsäurebakterien: Augen auf bei jedem Joghurt-Kauf!

Alfred Domke

Konsistenz und Sorte: So wählen sie gesunden Joghurt aus

Für viele Bundesbürger gehört Joghurt zu ihrer täglichen Ernährung. Das Milchprodukt ist bekömmlich, leicht verdaulich und wirkt sich durch die darin enthaltenen Milchsäurebakterien positiv auf die Darmflora aus. Doch welche Joghurts sind für eine gesundheitsbewusste Ernährung besser geeignet? Einige Tipps von Experten können bei der Auswahl helfen.


Milchprodukt mit gesundheitlichen Vorteilen

Ein leckeres Frühstück ohne frischen Joghurt ist für viele Menschen gar nicht denkbar. Das Milchprodukt ist bekömmlich, leicht verdaulich und wirkt sich durch die darin enthaltenen Milchsäurebakterien positiv auf die Darmflora aus. Zudem wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen festgestellt, dass Joghurt vor Diabetes schützen und – zumindest bei Frauen – das Risiko für Bluthochdruck reduzieren kann. Besonders beliebt ist Naturjoghurt, der in verschiedenen Varianten erhältlich ist: cremig oder stichfest, mild oder sauer. Doch welcher ist am besten?

Im Supermarkt werden meist zahlreiche Sorten an Joghurt angeboten. Doch welche sind für eine gesunde Ernährung besser geeignet? Experten geben einige Tipps, die bei der Auswahl helfen können. (Bild:niradj/fotolia.com)

Auf die Konsistenz kommt es an

Wer vor dem Supermarktregal steht, muss sich entscheiden: stichfester oder cremiger Joghurt – diese unterscheiden sich aber nicht nur in ihrer Konsistenz.

„Ein Joghurt wird stichfest, wenn die Milch direkt nach Zugabe der Bakterienkulturen in den Becher kommt und sich dort in Joghurt verwandelt“, erklärt die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift „test“.

„Wird der Mix aus Milch und Bakterien hingegen mehrere Stunden in großen Tanks gerührt, bekommt der Joghurt eine cremige Konsistenz“, so die Experten weiter.

Stichfester Joghurt enthält mehr gesunde Milchsäurebakterien, die die Darmflora aufbauen
Und: „Damit er nicht zu dünnflüssig gerät, setzen die Hersteller oft Magermilchpulver ein oder entziehen ihm Wasser.“

Daher enthält er pro Portion auch weniger Bakterien als stichfester Joghurt, der manchmal auch als Bulgaria-Joghurt bezeichnet wird.

Dies gilt auch für Fruchtjoghurts, da durch die Zugabe von Zucker und Fruchtmasse der Anteil der gesundheitsfördernden Bakterien sinkt.

Hersteller konnten gesundheitsfördernde Wirkung nicht beweisen

In der Vergangenheit wurde Joghurt häufig durch den Zusatz „probiotisch“ beworben. So sollte auf angeblich besonders gesunde Produkte hingewiesen werden, die extra mit Probiotika angereichert wurden.

Doch laut Fachleuten muss man keinen Joghurt mit bestimmten Bakterien kaufen, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Auch normaler Joghurt ist probiotisch.

„Jahrelang hat die Werbung versprochen, dass probiotischer Joghurt, genauer Joghurt mit probiotischen Bakterien, die Abwehrkräfte aktiviert und die Darmtätigkeit reguliert“, berichtete die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr in einer Mitteilung.

„Doch die Hersteller konnten diese Aussagen zur gesundheitlichen Wirkung nicht beweisen“, so die Experten. (ad)