Milupa ruft Milchpulver für Säuglinge zurück

Sebastian

14.03.2011

Der Lebensmittelkonzern „Milupa“ ruft zur Vorsorge einzelne Chargen des Milchpulvers für Säuglinge der Marken „Aptamil“ und „Milumil“ aus dem deutschen Handel zurück. In zwei Proben, die für den ungarischen Handel bestimmt waren, wurden nach Angaben des Herstellers erhöhte Vitamin- und Mineralstoffwerte im Labor nachgewiesen. Um Verbraucher zu schützen, ruft man einzelne Chargen nun aus dem Handel zurück.

Nach Angaben des Frankfurter Unternehmens wurden allerdings keine überhöhten Werte in Deutschland festgestellt. Dennoch habe man im Abstimmung der Gesundheitsbehörden eine sofortige Rückholaktion eingeleitet, um wie man betont, „vorsorglich und aus einer besonderen Verantwortung heraus“ die Kinder zu schützen.

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Im schlimmsten Fall Durchfall und Erbrechen
Säuglinge würden nach Ansicht einer Milupa Sprecherin die betroffenen Produkte aufgrund des Geruchs und Geschmacks zurückweisen und nicht essen. Wird das Milchpulver dennoch über einen längeren Zeitraum ( über 5 bis 7 Tage) verzehrt, so drohen im schlimmsten Falle Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall. Treten dargelegte Symptome auf, sollten die Eltern unbedingt einen Kinderarzt aufsuchen.

Von der Rückrufaktion sind allerdings nicht alle Milchpulver-Produkte betroffen. Eigens für die Rückrufaktion hat das Unternehmen ein Infotelefon eingerichtet. Verbraucher können hier konkrete Fragen zu den betroffenen Chargen stellen. Die Nummern lauten: Tel. 08000-373737 oder 0800-7375000. Verbraucher können die Ware im Handel zurück geben und gegen Vorlage eines Kassenbons den Kaufpreis zurück erstattet bekommen. Eine Übersicht der betroffenen Milupa Chargen finden Sie hier.

Hohe Vitamin Werte gefährlich für die Kindergesundheit
Da das Unternehmen nicht mitteilt, wie hoch die überschritten Werte sind, sollte die Rückrufaktion unbedingt ernst genommen werden. Eine hohe Zufuhr von Vitaminen oder Mineralien über einen kurzfristigen oder längeren Zeitraum kann nicht nur vereinzelte Symptome hervorrufen, sondern tatsächlich auch Langzeitfolgen und schwere Schädigungen provozieren. Wurde beispielsweise der Vitamin A-Wert massiv überschritten, können im schlimmsten Falle Wachstumsverzögerungen, Leberschäden und rheumatische Beschwerden auftreten. (sb)

Bild: Marion Gonnermann / pixelio.de