MV: Keine weiteren Hinweise auf Vogelgrippe

Heilpraxisnet

MV: Keine weiteren Hinweise auf Vogelgrippe

20.01.2015

In den vergangenen Monaten wurden aus verschiedenen Regionen Deutschlands Vogelgrippe-Fälle bekannt, unter anderem auch im Rostocker Zoo. Nun gab das Umweltministerium bekannt, dass es derzeit keine weiteren Hinweise auf Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern gibt.

Schwäne nicht an Vogelgrippe gestorben
Zurzeit gibt es keine weiteren Hinweise auf Vogelgrippe in Mecklenburg-Vorpommern. Wie der Umweltminister des nordostdeutschen Bundeslandes, Till Backhaus (SPD), am Montag in Rostock laut der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, war bei sieben am Wochenende im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft entdeckten Schwänen nicht das hochinfektiöse Virus H5N8 für deren Tod verantwortlich. Dieser Erreger war in den vergangenen Monaten mehrmals in Deutschland, unter anderem auch in Mecklenburg-Vorpommern, festgestellt worden.

Vogelgrippe im Rostocker Zoo
In der zweiten Januarwoche war zunächst ein Weißstorch im Rostocker Zoo an der Vogelgrippe gestorben. Der Tiergarten verlor insgesamt 60 Vögel, darunter sämtliche Ibisse, Störche sowie alle Nacht- und Seidenreiher. Bei den Flamingos seien den Angaben zufolge Antikörper gegen das Virus festgestellt worden. Diese Tiere hätten die Infektion schadlos überstanden. Alle Vögel des Zoos wurden in den vergangenen Wochen getestet. „Es gibt keine weiteren positiven Befunde“, teilte Backhaus mit. In Kürze müsse diese Testung wiederholt werden. Eine endgültige Entwarnung könne erst danach gegeben werden. Zoodirektor Udo Nagel sagte, dass der Tierpark wieder geöffnet ist. Das Vogel-Reptilien-Haus, die Singvogel-Voliere und die Stelzvogelanlage blieben allerdings noch geschlossen.

In Ostasien ist der Erreger schon länger bekannt
Der Virus-Subtyp H5N8, der in Südkorea schon länger bekannt war, tauchte seit November in mehreren europäischen Ländern auf. So unter anderem auch in einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern und in Niedersachsen. Kürzlich war der Erreger auch erstmals in Taiwan registriert worden. Es stehe noch nicht fest, ob das Virus über Wildvögel oder den Futter- und Geflügelhandel nach Europa gekommen ist. Erkrankungen von Menschen, die H5N8 ausgesetzt waren, sind bislang nicht bekannt geworden. Bei anderen Erregertypen, wie etwa H7N9 kam es nachweislich zu Übertragungen auf Menschen. Bei infizierten Menschen zeigten sich typische Vogelgrippe-Symptome, wie Fieber, Husten und Halsschmerzen. Zudem können Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen auftreten. (ad)

Advertising

Bild: Karin Jung / pixelio.de