Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Kindern

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Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei Kindern.

(20.04.2010) Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit kann sich hinter zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen verbergen, wobei die auslösenden Lebensmittel recht schwer auszumachen sind. Die konventionelle Maßnahme, sämtliche schlecht vertragenen bzw. verdächtigten Nahrungsmittel andauernd zu meiden, kann gerade die Lebensqualität von Kindern stark beeinträchtigen. Praktiker der Naturheilkunde versuchen deshalb, der eigentlichen Ursache des Geschehens auf die Spur zu kommen, damit das Kind langfristig wieder mit Freude das Essen genießen kann.

Die lange Liste der Beschwerden.
Die Liste der Beschwerden, die durch Allergien oder Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln auftreten können, ist lang. Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Kopfschmerzen und Migräne, häufig wiederkehrende Entzündungen der Ohren, Mandeln, Nasennebenhöhlen und Bronchien gehören genauso dazu wie Blähungen, Koliken, Verstopfungen und Durchfälle. Auch chronische Harnwegsentzündungen und sogar Herzrhythmusstörungen werden neben allgemeineren Störungen, nämlich Leistungsabfall, nervöser Unruhe, Hyperaktivität oder aber Antriebslosigkeit und Depression, beobachtet. Gefährlich wird es, wenn es zu schweren oder andauernden Durchfällen kommt. Besonders kleinere Kinder sind dann durch den Flüssigkeitsverlust von Austrocknung mit Elektrolyteverlust und Blutdruckabfall bedroht.

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Die Vermeidung von Nahrungsmitteln sollte zeitlich begrenzt sein.
Die konventionelle Therapie besteht in der Austestung von allergieauslösenden Nahrungsmitteln, die das Kind dann dauerhaft meiden soll. Diese Maßnahme beruhigt zunächst die Symptome und entlastet das Immunsystem, ist aber im Kindesalter – je nach Anzahl der Allergene – schwer umzusetzen und rührt nicht an den eigentlichen Ursachen. Außerdem reagiert der Körper auch mit Symptomen, wenn eine Unverträglichkeit, nicht aber eine klassische Allergie, besteht. Die Lebensmittel sind mit einem Allergietest nicht zu ermitteln, vielmehr findet sich das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom und als Zeichen eines gestörten Darmmilieus.

Heilpraktiker und naturheilkundliche Ärzte gehen neben einer individuell gestalteten und zeitlich begrenzten Umstellung der Ernährung verschiedene Wege, um mögliche Ursachen der Störung aufzulösen. Die Untersuchung auf eine Darmdysbiose (bakterielle Fehlbesiedelung im Darm) und der anschließende Aufbau der Darmflora kann das Immungeschehen regulieren. In der Behandlung von Kindern bieten sich außerdem Homöopathie, Bioresonanztherapie, Eigenbluttherapie oder Elektroakupunktur an. Kinder sprechen gut auf Bachblüten an, welche regulierend auf der seelischen Ebene wirken. Eine therapeutische Hypnosetherapie, z.B. die selbstorganisatorische Hypnose nach Dr. Renartz kann Kindern fantasievoll zur Auflösung ihrer Beschwerden verhelfen. Immer sollten systemisch wirkende Faktoren berücksichtigt werden, indem die Eltern eng in die Therapie und Beratung einbezogen werden. (Dipl.Päd. J. Vinals Stein, Heilpraktikerin)