Natürlicher Zahnschutz: Rote-Beete-Saft dient zur Karies-Vorbeugung

Alfred Domke
Schutz vor Karies: Saft aus Rote Beete sorgt für bessere Mundhygiene
Regelmäßiges Zähneputzen ist der beste Schutz vor Karies, Zahnfleischentzündungen und Zahnschmerzen. Bei der Mundhygiene spielen aber auch andere Faktoren, wie etwa die Ernährung, eine wichtige Rolle. In einer Studie zeigte sich nun, dass Saft aus Rote Beete vor Karies schützen kann.

Rote-Beet-Saft hemmt das Bakterienwachstum
Karies zählt zu den häufigsten infektiösen Zahnerkrankungen und kann zu Verfärbungen, Zahnschmerzen oder sogar Zahnverlust führen. Nichts beugt der sogenannten „Zahnfäule“ so gut vor, wie regelmäßiges Zähneputzen. Doch auch bestimmte Naturmittel können dazu beitragen, dass Karies gar nicht erst entsteht. So hemmt etwa der Konsum von Rote-Beete-Saft das Wachstum von Kariesbakterien, wie österreichische Forscher herausgefunden haben.

In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass Rote-Beet-Saft vor Karies schützen kann. Das in dem Gemüse enthaltene Nitrat, das zu Nitrit umgewandelt wird, bekämpft kariesverursachende Bakterien. (Bild: Thomas Siepmann/fotolia.com)
In einer aktuellen Studie zeigte sich, dass Rote-Beet-Saft vor Karies schützen kann. Das in dem Gemüse enthaltene Nitrat, das zu Nitrit umgewandelt wird, bekämpft kariesverursachende Bakterien. (Bild: Thomas Siepmann/fotolia.com)

„Drachen Trank“ gegen Karies
Bereits im vergangenen Jahr berichteten Wissenschaftler der Fachhochschule Wels, Österreich, dass ein spezieller Rote-Rüben-Trank gegen Karies helfen soll, indem er das unkontrollierte Wachstum von Milchsäurebakterien im Mund eindämmt. Die Forscher hatten gemeinsam mit der Firma Voglsam GmbH verschiedene Sorten des gesunden Gemüses analysiert und schließlich aus einer geeigneten Sorte und anderen Fruchsaftkomponenten den „Drachen Trank“ entwickelt.

Das Unternehmen hatte eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun im Fachmagazin „Nitric Oxide“ veröffentlicht wurden.

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Positive Wirkung für die Zahngesundheit
Wie aus einer Mitteilung der Firma hervorgeht, verabreichten die Forscher 46 Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen jeweils nitratreichen Rote Bete Saft oder aber ein Placebo. Die in Rote Bete enthaltenen Nitrate werden vom Speichel zu Nitrit umgewandelt, welches die kariesverursachenden Bakterien bekämpft und deren Anzahl verringert.

Noch bis zu 28 Tage nach dem Absetzen des nitrathaltigen Safts konnte seine positive Wirkung für die Zahngesundheit der Probanden festgestellt werden. „Die größte Infektionskrankheit der Welt kann durch den Genuss von nitrathaltigen Lebensmitteln minimiert werden. Wir waren selbst beeindruckt von dem Ergebnis der Studie“, erläuterte Unternehmenschef Josef Voglsam.

Auch andere Gemüsesorten enthalten viel Nitrat
Anderes Gemüse ist aber offenbar ebenso wirksam wie Rote Beete. So berichteten deutsche Forscher vor kurzem im Fachmagazin „Journal of Clinical Periodontology“, dass das in verschiedenen Gemüsesorten enthaltene Nitrat den Verlauf chronischer Zahnfleischentzündungen deutlich verbessern kann. Sorten wie Rucola, Spinat und Mangold tragen demnach zu einer guten Zahngesundheit bei. (ad)