Natürliche Fruchtbestandteile in Kosmetikprodukten sorgen nicht nur für einen angenehmen Duft

Fabian Peters
Kosmetikprodukte mit Fruchtbestandteilen sollen positiv auf die Haut wirken
Viele Kosmetika basieren zumindest teilweise auf natürlichen Inhaltsstoffen, wobei hier verschiedenen Fruchtbestandteilen vielversprechende Wirkungen nachgesagt werden. Von Orangenaroma, über Sanddorn- und Beerenextrakt bis hin zu Apfelpektinen reicht das Spektrum der verwendeten Fruchtbestandteile in Kosmetikprodukten. Das Fachportal „Haut.de“, welches mit der Arbeitsgemeinschaft ästhetische Dermatologie und Kosmetologie kooperiert, erläutert die Wirkung der Fruchtbestandteile.

In Produkten zur Schönheitspflege seien die fruchtigen Inhaltsstoffe mittlerweile nicht mehr ausschließlich für einen angenehmen Duft zuständig, sondern die Fruchtbestandteile sollen auf Basis von Fruchtsäuren und ätherischen Ölen auch für eine vitalisierende, glättende und regenerative Wirkung sorgen, so die Mitteilung des Fachportals. Den Experten zufolge haben Fruchtsäuren durchaus positive Effekte auf die Haut. Beispielsweise könnten sie in Peeling-Produkten mit ihren „Alpha Hydroxy Acids“ für eine intensive Hautreinigung verwendet werden.

Kosmetik mit Fruchtbestandteilen von Orangen und anderem Obst können auch selbst hergestellt werden. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)
Kosmetik mit Fruchtbestandteilen von Orangen und anderem Obst können auch selbst hergestellt werden. (Bild: Africa Studio/fotolia.com)

Orangenaroma im Massageöl wirkt krampflösend
Als Beigaben in Shampoos und Duschgels entfalten Extrakte von Zitronen oder Orangen laut Aussage der Experten eine erfrischende Wirkung. Gleiches gelte für Deodorants und Sprays. Darüber hinaus könne Orangenaroma aber auch beruhigend und krampflösend wirken, beispielsweise wenn dies als Zusatz in Massageölen zum Einsatz kommt. Bei Beerenfrüchten seien vor allem die enthalten Antioxidantien und essentiellen Fettsäuren wertvoll für die Haut. So würden beispielsweise Gojibeeren oder die brasilianischen Acaibeeren nachweislich die Abwehrkräfte der Haut unterstützen und die Zellregeneration anregen. Sanddorn indes ist für seine reizlindernde Wirkung bekannt und „hilft bei der Minderung von Rissen an der Hornschicht der Haut“, so die Mitteilung von „Haut.de“.

Fruchtbestandteile allein sind noch keine Naturkosmetik
Die Apfelpektine in Pflegeprodukten helfen der Haut bei der Feuchtigkeitsaufnahme, weil der pH-Wert von Äpfeln dem der menschlichen Haut sehr ähnlich ist, berichtet das Fachportal weiter. Auch sei der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse angeraten, weil dem Körper hier Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden, die für ein gesundes Hautbild erforderlich sind. Nur weil einige Fruchtbestandteile in einem Kosmetikprodukt enthalten sind, ist allerdings keineswegs von einem rein natürlichen Produkt oder Naturkosmetik auszugehen. Zudem unterscheidet die Deutsche Dermatologische Gesellschaft in rein natürliche Inhaltsstoffe, naturnahe Substanzen und naturidentische Stoffe. Lediglich die natürlichen Inhaltsstoffen werden dabei tatsächlich als Rohstoffe direkt aus der Natur gewonnen. Naturnahe Substanzen sind bereits bis zu einem gewissen Grad chemisch verändert und naturidentische Stoffe werden vollständig synthetisch hergestellt, um die Wirkung natürlicher Produkte nachzuahmen. (fp)