Natürliches Würzen: Natürliches Bohnenkraut hat eine pfeffrige Schärfe

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Bohnenkraut hat eine pfeffrige Schärfe: Sparsam dosieren
Bohnenkraut ist nicht nur der perfekte Begleiter zu allen Bohnengerichten. Die Gewürzpflanze macht auch Hülsenfrüchte, Kohl, Kartoffelsuppen und deftige Eintöpfe bekömmlicher. Das Bundeszentrum für Ernährung rät, für Salate und Kräuterquark nur frische, fein gehackte Blätter zu verwenden. Sie sorgen für eine angenehme, leicht prickelnde bis zitronige Schärfe. Auch in vielen Würzmischungen wie den »Kräutern der Provence« ist Bohnenkraut enthalten. Da das Aroma sehr intensiv ist, sollte das Gewürz sparsam dosiert werden. Die Zweige lassen sich auch mitgaren und vor dem Servieren wieder entfernen, um den Geschmack zu mildern. Bohnenkraut enthält verschiedene ätherische Öle und 4 bis 8 Prozent Gerbstoffe. Zudem wirkt es positiv auf das Magen-Darm-System, fördert die Verdauung und steigert den Appetit.

Bohnenkraut gehört zur botanischen Familie der Lippenblütler und ist mit anderen mediterranen Kräutern wie Salbei und Thymian eng verwandt. Die Gewürzpflanze stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum. Vermutlich haben Benediktinermönche das Kraut im 9. Jahrhundert nach Mitteleuropa gebracht. Viele nutzten die Pflanze als preiswerten Pfefferersatz.

(Bild: jk1991-fotolia)

In der Küche wird in erster Linie das einjährige Sommerbohnenkraut (Satureja hortensis) verwendet. Es wächst buschig bis zu einer Höhe von etwa 40 cm und bildet dunkelgrüne, lanzettförmige Blätter. Im Gegensatz zum mehrjährigen Winter- bzw. Bergbohnenkraut (Satureja montana) schmeckt es deutlich milder.

Das Bohnenkraut wächst auch auf der Fensterbank. Es bevorzugt einen warmen, sonnigen Platz. Die Blätter und jungen Triebe können jederzeit geerntet werden. Allerdings sind sie ab Ende Juni, kurz vor oder während der Blüte, besonders würzig. Wer Bohnenkraut trocknen möchte, schneidet die Stängel etwa 10 cm über dem Boden ab, bindet sie zu einem Sträußchen zusammen und hängt sie kopfüber an einem dunklen, trockenen Ort auf. Schließlich werden die Blätter abgestreift und in gut verschlossenen Gläsern aufbewahrt. Im Handel ist Bohnenkraut frisch als Bund oder im Topf erhältlich, aber auch getrocknet in gerebelter Form, grob zerkleinert oder gemahlen. Heike Kreutz, bzfe.de