Natur kann helfen: Neurodermitis mit Klima-Hilfe lindern

Heilpraxisnet
Natur hilft: Neurodermitis mit Klima und Radon lindern
Menschen mit Neurodermitis leiden meist sehr stark: die Haut ist verdickt, rot und trocken-schuppig oder sie nässt. Auf jeden Fall juckt sie sehr stark und Betroffene kratzen sich oft die Haut blutig. Gerade im Sommer haben Betroffene auch einen hohen seelischen Leidensdruck, denn wegen der Rötungen oder blutigen, entzündlichen Verkrustungen meiden sie kurze Kleidung aus Angst vor den Blicken anderer. Für einige Zeit Erleichterung bringen dann natürliche Therapien. Sie helfen auch Cortison deutlich zu reduzieren. Bewährt haben sich Klimatherapien, aber auch Radontherapien in Heilstollen.

Kühler Wind sorgt für Linderung
Ein wirksames Reizklima finden Betroffene beispielsweise in den Bergen. Hier helfen kühle Luft und hohe UV-Strahlung sowie besonders saubere, pollenarme Luft in den Höhenlagen den Gesundheitszustand zu verbessern. So lindert kühle Luft bei Neurodermitis den quälenden Juckreiz und hilft, die Juckreiz-Kratz-Spirale zu durchbrechen, weil die Haut regenerieren kann. Auf die kühle Luft reagiert der Körper mit einer Engstellung der kleinen Blutgefäße und erhöhter Stoffwechselaktivität. Auch die Wärmeregulation wird trainiert.

Menschen mit Neurodermitis sollten besser Kleidungsstücke aus glatten und fein gewebten Materialien wie Baumwolle oder Viskose tragen. Dadurch wird die Haut weniger gereizt. (Bild: miamariam/fotolia.com)

UV-Strahlung macht glücklich
Im Hochgebirge wirkt die Sonne stärker als im Flachland. Experten sprechen vom aktinischen Wirkkomplex. „Sofern Sonnenbrände vermieden werden, hat die UV-Strahlung positive Eigenschaften“, erklärt PD Dr. Bertram Hölzl, Radon-Experte und wissenschaftlicher Leiter des Gasteiner Heilstollen.“ Zusätzlich werden Endorphine, die so genannten Glückshormone, ausgeschüttet, was bei vielen zu einer Steigerung des Wohlbefindens führt.

Pollenfreie sauber Luft lindert Allergien
Weiterer förderlicher Aspekt im Gebirge ist die Reinheit der Luft. Wenig Pollen und Luftschadstoffe helfen vor allem Menschen mit allergisch bedingter Neurodermitis. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Kot von Hausstaubmilben einer der häufigsten Auslöser von Neurodermitis ist. In Höhen von mehr als 1.500 Metern gibt es diese Milben aufgrund der geringen Luftfeuchtigkeit aber nicht.

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Radon und Wärme im Berg wirken auf Immunsystem
Im Inneren von Bergen gibt es manchmal ein weiteres wirksames Klima. Im Gasteiner Heilstollen beispielsweise, finden Neurodermitis-Patienten die heilsame Kombination aus radonhaltiger Luft und tropischem Klima. „Über Haut und Lunge aufgenommen aktiviert Radon den körpereigenen Botenstoff TGF-beta, der entzündungshemmend und heilungsfördernd wirkt“, weiß Dr. Hölzl. Viele Patienten berichten schon nach wenigen Anwendungen über eine deutliche Verminderung bis hin zum völligen Abklingen der Hautsymptome. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit verstärken die Effekte des Radons.

Wer alle diese natürlichen Faktoren gleichzeitig für sich nutzen will, sollte dies im Rahmen einer mehrwöchigen Kur tun. Viele Patienten berichten beispielsweise nach einer Kur im Gasteinertal, dass der quälende Juckreiz nachlässt, Cortison abgesetzt werden kann und die Haut nachhaltig abheilt.

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