Naturheilkunde gegen Prostatakrebs

Heilpraxisnet

UKE bietet Naturheilkunde zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei Prostatakrebs

26.11.2014

Naturheilkunde kann als ergänzende Behandlung bei Krebserkrankungen dazu beitragen, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den Krebs zu überwinden. Aus diesem Grund wird zum Beispiel an der Martini-Klinik des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) eine komplementärmedizinische Behandlung für Prostatakrebs-Patienten angeboten, die letztere darin unterstützen soll, „ihrem Körper Gutes zu tun und der Krankheit und den Symptomen Einhalt zu gebieten“, berichtet Dr. Imke Thederan, Urologin und Ernährungsmedizinerin sowie Expertin für Naturheilverfahren der Martini-Klinik.

Der aktuellen Mitteilung des UKE zufolge ist Prostatakrebs die häufigste Krebsart bei Männern und für die Betroffenen sei Diagnose meist niederschmetternd. Viele möchten selbst den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen und durch eine gesunde Lebensführung die Heilungschancen verbessern, berichtet die Urlogin Thederan. Die Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat hier nach eigenen Angaben auf die steigende Nachfrage nach alternativen Behandlungsmethoden mit einem neuen komplementärmedizinischen Angebot reagiert. Mit der Kraft der Natur sollen die Selbstheilungskräfte der Patienten aktiviert werden.

Bild: Gänseblümchen / pixelio.de

Naturheilverfahren mit wissenschaftlich belegter Wirkung
Auf dem Markt gibt es eine Fülle von Ratschlägen und Empfehlungen, die Hilfe versprechen, doch stelle sich die Frage, welche Methoden der Komplementärmedizin tatsächlich wirkungsvoll sind, um die Selbstheilungskräfte zu fördern, berichtet das UKE. In dem weltweit größten Prostatakarzinom-Zentrum am UKE würden daher nur Verfahren angeboten, „deren positive Wirkung für Prostatakrebs-Patienten wissenschaftlich nachgewiesen ist.“ Hier nennt dass UKE zum Beispiel die Misteltherapieund medikamentöse Therapien, die die Lebensqualität nach einer Strahlentherapie steigern können. Das ganzheitliche Konzept sei jeweils individuell auf die onkologische Therapie des Patienten abgestimmt. Dies sei als sinnvolle Ergänzung zur konventionellen Behandlung nach den Grundsätzen der Schulmedizin zu verstehen. „Wir bieten keine Einheitstipps von der Stange, sondern beraten jeden Patienten individuell“, erläutert Dr. Imke Thederan. Im Anschluss an das Patientengespräch erhalte dieser eine schriftliche Zusammenfassung der erarbeiteten Vorschläge für das Gesamtkonzept der Behandlung.

Patienten müssen die komplementärmedizinischen Leistungen selbst zahlen
Beispielweise stehe auf „einem gesunden Speiseplan Granatapfel und grüner Tee – rotes Fleisch und scharf angebratene Gerichte sind dagegen zu meiden“, so die Hamburger Urologin weiter. Darüber hinaus seien moderate Bewegungseinheiten von 30 Minuten Sport täglich für viele Patienten von Vorteil. „Jeder Krebspatient hat den Schlüssel zur Unterstützung selbst in der Hand“, so das Fazit der Expertin. An der Martini-Klinik werden jährlich rund 2.200 Prostataoperationen vorgenommen und seit über 20 Jahren wird die Ergebnisqualität der Operationen systematisch durch Patientenbefragungen erhoben und dokumentiert, berichtet das UKE. Seit rund einem Jahr bietet die Klinik monatliche Informationsveranstaltungen zum Thema Komplementärmedizin an, wobei das „große Interesse der Prostatakrebs-Patienten sowie der Angehörigen die Ernährungsmedizinerin mit dem Schwerpunkt Naturheilverfahren dazu (veranlasste), das Beratungsangebot auszuweiten“, so die Mitteilung des UKE weiter. Allerdings bleibe die komplementärmedizinische Beratung bislang eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen beziehungsweise den privaten Krankenversicherungen übernommen. (fp)

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